Mieter*innen wehren sich!

10 Dez

Am Samstag, den 12. Dezember, veranstalten die Mieter*innen aus der Koloniestraße 2a ihre 3. Infoveranstaltung. Geht vorbei und zeigt eure Solidarität!

Koloniestraße 2a Wedding Koloniestraße 2a WeddingEs drohen ihnen fast 100%ige Mieterhöhungen. Ursprünglich waren die Häuser der Mieter*innen in der Koloniestraße für den sozialen Wohnungsbau gedacht. Doch der Eigentümer meldete Insolvenz an und die Häuser wurden verkauft – zu einem Vielfachen ihres urpsünglichen Baupreises. Nun will der neue Eigentümer diesen Preis als Kostenmiete auf die Mieter*innen umschlagen. Also ordentlich die Miete erhöhen, um Kosten hereinzubekommen, die er nie hatte.

Für die Mieter*innen bedeutet das, dass sie sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. Neue bezahlbare Wohnungen zu finden – an sich auf dem aktuellen Berliner Wohnungsmarkt ein Ding der Unmöglichkeit -, ist gerade für ältere, weniger mobile oder von Rassismus betroffenen Menschen ein nicht mal so eben zu bewerkstelligen.

Doch die Mieter*innen haben sich zusammengeschlossen und wehren sich. Am Samstag, den 12. Dezember von 12 bis 16 Uhr, veranstalten sie ihre 3. Infoveranstaltung in der Koloniestraße 2a. Kommt zahlreich!

Friedel bleibt!

7 Dez

Friedel NeuköllnAm vergangenen Wochenende demonstrierten 800 Menschen durch die Berliner Stadtteile Neukölln und Kreuzberg, um ihre Solidarität mit dem räumungsbedrohten Kiezladen Friedel 54 auszudrücken. Lautstarke Parolen, ein Feuerwerk vom Dach und zahlreiche Solidaritätsbekundungen anderer bedrohter sozialer Projekte aus der ganzen Stadt untermauerten die Ansage, dass sich die Nutzer*innen und Hausbewohner*innen der Friedel 54 nicht dem Willen der Spekulantenfrima Citec aus Wien beugen und freiwillig zum 30. April 2016 gehen werden.

Radio Aktiv begleitete die Demo und berichtet in O-Tönen.

 

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Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung

1 Dez

Veranstaltung: Donnerstag | 03.12.2015 | 20:30 Uhr |
Café Cralle | Hochstäder Straße 10a

Rassismus Wohnungssuche Gentrifizierung Rassismus Wohnungssuche GentrifizierungDass es in Berlin schwer ist, eine „bezahlbare“ Wohnung zu finden, ist stadtweit bekannt. Im Zuge der Gentrifizierung vieler Kieze und den damit einhergehenden Umwandlungen in Eigentumswohnungen, steigenden Mieten und einem hohen Konkurrenzdruck bei den Wohnungsbesichtigungen, sind viele mögliche Mieter*innen gleich mehrfach von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Rassismus bei der Wohnungssuche ist das Stichwort und macht die Verknappung von Wohnraum für die Betroffenen noch schwerwiegender.

Die Sozialwissenschaftlerin Emsal Kilic hat bereits 2009 eine Studie zu rassistischen Diskriminierungen durchgeführt und berichtet über Praxisbeispiele sowie Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmustern. Im Hinblick auf dezentrale Wohnraumvergaben für Menschen auf der Flucht, ist leider davon auszugehen, dass sich die rassistische, räumliche Segregation im Sinne der unsozialen Stadtaufwertung weiter verschärft. Gemeinsam mit euch möchte „Hände weg vom Wedding“ an diesem Abend über Perspektiven von Öffentlichkeit sowie antirassistischem Widerstand diskutieren.

Am Dienstag – 1.12. – kommt Robert Rescue mit Kurzfilmen zu uns

26 Nov

12239547_10153722695846303_2765532955450873721_nWir räumen ganz schnell auf nach der Party und geben die (Leinwand-)Bühne frei für Robert Rescue von den Brauseboys. Er hat viel fern und noch ferner ins Internet geschaut und eine Auswahl an Kurzfilmen zusammengestellt. Was zu schmunzeln, was zum lachen, was zum grübeln – Best-of-short-films.

Davor lecker veganes Essen (Küfa). Allet gegen Spende versteht sich! Wir freuen uns auf euch!

Dienstag, 1.12.2015
Einlass und Essen (vegan): ab 20 Uhr
Filmbeginn: ca. 21 Uhr

35 Jahre Besetzung – Hausparty am 28.11.2015

19 Nov

Party2015Berlin Ende der 1970er Jahre:
Die Stadt wird modernisiert, Altbauten sollen funktionalen Neubauten und breiten Fahrbahnen weichen. Es geht um die kapitalistische Verwertbarkeit unserer Stadt. Doch auch der Widerstand regt sich und im November 1980 wird die Groni50 als erstes Haus außerhalb Kreuzbergs besetzt. Seitdem wohnen hier die unterschiedlichsten Leute zusammen als eine Hausgemeinschaft und organisieren ihren Alltag solidarisch und autonom.

35 Jahre nach der Besetzung erinnert die Situationen nur zu sehr an damals: bezahlbarer Wohnraum ist wieder äußerst knapp, der Verwertungsdruck steigt und täglich finden Zwangsräumungen statt. Wir Gronis aber wollen weiterhin eigenständig leben! Die GESOBAU will unser Haus nur gegen mehr Einschränkungen für uns und mehr Kohle für sie weiter an uns vermieten. Es gilt wie zu Beginn unserer Kooperative: Wir werden dieses Haus nicht der Vermarktung freigeben! Wir sind bereit zu kämpfen und wir werden bleiben!

Deswegen feiern wir dieses Jahr wilder denn je: das 35. Besetzungsjubiläum der Groni50 im Wedding! Um 21 Uhr geht’s los!

Lineup u.a. mit ?!? (Überraschungsband), Rabi/I/Ossa, Cable Street Beat, Rick Zontar, Fwd:Katzenfoto:), Testrock und Schürze

Dazu gibt es was zu sehen (Ausstellung zur Groni- und Besetzer_innen-Geschichte + Filme gegen Gentrifizierung und Verdrängung), was gegen den Durst (Cocktails und andere Erfrischungsgetränke), etwas gegen den Hunger (kulinarische Köstlichkeiten) und Spaß für alle!

Eintritt gegen Spende – Erlös ist für Antira+Häuserkampf-Action!

Weder Rassismus noch Antisemitismus, Sexismus, Trans- oder Homophobie! Haustiere bleiben auch zu Hause.

Hände weg von VIO.ME!

18 Nov

vio.me

Seit vier Jahren halten die ArbeiterInnen von VIO.ME in Thessaloniki ihre Fabrik besetzt, seit zweieinhalb Jahren produzieren sie biologische Reinigungsmittel und Seifen, immer nach dem Grundsatz der Arbeiterkontrolle der Produktion und der Selbstverwaltung durch die Vollversammlung. Sie sind damit zu einem Symbol des Widerstandes gegen die Folgen der Krise und die Austeritätspolitik geworden. Ihr Weiterbestehen verdanken sie auch der breiten Unterstützung in Griechenland und international.

Nun droht der Belegschaft die Zwangsversteigerung des Fabrikgeländes und die Räumung der Fabrik ab dem 26.11.2015. Deshalb organisieren die Kolleg*innen eine Aktionswoche vom 17.11. – 24.11. mit Demonstrationen und Veranstaltungen in Thessaloniki. Sie bitten auch um griechische und internationale Unterstützung gegen die Zwangsversteigerung z.B. durch Solidaritätserklärungen und Aktionen.

Sendet bitte Solidaritätsbotschaften bis zum 24. November per Email an: protbiometal@gmail.com

Weitere Infos: gskk.eu oder griechenlandsoli.com

Solidarisch sauber
Quelle: berlin.zwangsräumungverhindern.org

Neue Unterkunft in der Osloer Straße

16 Nov

refugees_welcomeIn unserer Nachbarschaft hat eine Notunterkunft für Geflüchtete aufgemacht worden. Etwa 200 Menschen sind in der Turnhalle in der Osloerstraße/Koloniestraße angekommen.Wir freuen uns über unsere neuen Nachbar*innen und hoffen, dass sie gut ankommen! Vor allem hoffen wir, dass sie bald eigene Wohnungen bekommen und nicht lange in einer Turnhalle ausharren müssen.

Es werden noch verschiedene Dinge benötigt. Wedding hilft! koordiniert die Unterstützungsarbeit. Neben verschiedenen Kleidungsstücken werden besonders Menschen gebraucht, die Arabisch dolmetschen können. Außerdem sind Windeln und Wundcreme sowie Winterkleidung gern gesehen. Eine genaue Liste findet ihr hier. Bitte vorher nach dem genauen Bedarf erkundigen. Gerade sind wohl noch Laken oder Decken zur Begrenzung der Privatsphäre nötig.

Bei Fragen könnt ihr euch an die Logistik AG von „Wedding hilft!“ wenden: logistik[ät]wedding-hilft.de.

Wer sich vorstellen kann, einen Deutschkurs anzubieten, kann sich an die Sprachen AG wenden:
sprachen[ät]wedding-hilft.de

17.11. vegane Küfa und Film „Der Kampf geht weiter”

16 Nov

Am Dienstag, den 17.11. , lädt das Veganladen-Kollektiv-Wedding erneut  zur Küfa ein. Sie wollen einen kollektiv betriebenen,  nicht-gewinnorientierten Veganladen im Wedding eröffnen. Unser Ziel ist  es, vegane und faire Lebensmittel für alle erhältlich zu machen. Wenn  ihr uns unterstützen wollt und Lust auf eine vegane Küfa im Wedding  habt, kommt vorbei:
Sie kochen wie immer leckeres veganes/glutenfreies und so gut es eben geht biologisches und
faires Essen (mit Nachtisch) und ab 21:00 Film wird der Film „Une vie de lutte – Der Kampf geht weiter“ (D, 2015, franz.-dtsch., dtsch. Untertitel) gezeigt:

143991Als am 05.juni 2013 der antifaschistische Aktivist Clément Méric mit zwei weiteren Freunden mitten in der Pariser Innenstadt von 3 Neonazis angegriffen und ermordet wurde, sorgte das kurzzeitig für einen Aufschrei über rechte Gewalt im Land. Fast zwei Jahre sind nun vergangen, die Tat und Clément bleiben jedoch unvergessen.Vor dem Kontext einer erstarkenden parlamentarischen Rechten, wie die Partei „Front National“ sowie eines gesetzlichen Rechtsrucks in Frankreich und Europa, versucht der Film den Mord im
Bewusstsein zu halten und die Tathergänge zu rekonstruieren. Die Bedrohung von rechts wird dabei skizziert und ein Einblick in die aktuellen antifaschistischen Kämpfe gegeben. Die Dokumentation ist von den North East Antifascists [NEA]und Unterstützer*innen gemeinsam entwickelt und gedreht worden. Zur Entstehung haben Freund*innen der “Action Antifasciste Paris-Banlieue”, “Quartiers Libres”, “La Horde”,
Anhänger*innen des Fußballclubs Ménilmontant FC, Bernard Schmid sowie viele weitere Aktive beigetragen. Verbreitet den Trailer https://www.youtube.com/watch?v=KJ12viKdMmE

Wenn ihr Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann meldet euch gerne
unter vlk-wedding@riseup.net.
Wir suchen weiterhin Mitstreiter_innen die das Projekt Veganladenkollektiv gemeinsam mit uns realisieren wollen.

Solidarität mit der Kolonierstr. 2

12 Nov

Am 12. November fanden sich die Mieter*innen der Koloniestraße 2 und Unterstützer*innen vor der SPD-Zentrale in der Müllerstraße zusammen. Sie protestierten gegen absurde Mieterhöhungen, die viele Bewohner*innen aus ihren Wohnungen verdrängen würde.

Koloniestraße Mieter-ProtestEtwa 60 Menschen haben heute vor der SPD-Zentrale demonstriert. Die SPD spreche von einer „sozialen Stadt“ weigere sich aber, die gesetzliche Legitimation für Entmietungstrategien und fiktive Kosten abzuschaffen, so die Bewohner*innen der Koloniestraße 2. Das Wohnraumversorgungsgesetz ist mehr als ungenügend.

„Findige Vermieter stellen Mieter/innen in Sozialwohnungen Kosten in Rechnung, die sie gar nicht haben und die längst mit Steuermitteln beglichen wurden“, kritisiert die Koloniestraße 2. Auf die Mieter*innen sollen ab Dezember absurde Mieterhöhungen zukommen. Ihr Haus wurde an einen neuen Besitzer verkauft. Dieser rechnet nun die ursprünglichen Baukosten für die Sozialwohnungen – 32 Millionen Euro – auf die heutige Miete an. Dadurch kommt es beispielsweise bei einigen Bewohner*innen zu Mietsteigerungen von 667 auf 1047 Euro.

170 Mietparteien mit 500 Personen sind davon betroffen. Doch sie wehren sich: „Wir sind nicht mehr bereit, das zu akteptieren und Beschwichtigungen, Vertröstungen und Vertagungen hinzunehmen.“

Kein Vergeben – kein Vergessen

9 Nov

Gedenkkundgebung und antifaschistische Demonstration in Moabit zum 77. Jahrestag der Pogromnächte 1938.

FB_banner Die Gewalt der Novemberpogrome vom 7. -13. November 1938 fand am 9. November ihren vorläufigen Höhepunkt. Überall in Deutschland und Österreich brannten die Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden überfallen, demoliert und geplündert. Jüdinnen*Juden wurden von den Nazis gedemütigt und geschlagen, vergewaltigt und ermordet. Etwa 30.000 Männer* wurden verhaftet und in Konzentrationslager und Gefängnisse verschleppt.

Die Pogrome stellten eine weitere, entscheidende Radikalisierung der antijüdischen Politik des NS-Regimes dar. Der NS-Antisemitismus wurde nach den Novemberpogromen immer gewalttätiger und gipfelte letztlich in dem Versuch, alle Jüdinnen*Juden Europas gezielt und umfassend zu ermorden. Bis 1945 ermordeten die Nazis sechs Millionen Jüdinnen*Juden.

Dem Gedenken an die deutschen NS-Verbrechen auch weiterhin Gehör zu verschaffen sowie Konsequenzen daraus einzufordern, bleibt die wichtigste Aufgabe für alle Antifaschist*innen.

In diesem Sinne hoffen wir, möglichst viele von Euch am 9. November um 17 Uhr auf der Gedenkdemonstration am Mahnmal in der Levetzowstraße in Moabit zu sehen.