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Linke Strukturen erhalten – spenden statt feiern

3 Apr

Der Stressfaktor meint: „Komische Zeiten erfordern solidarische Maßnahmen“. Finden wir auch, deshalb teilen wir hier den Aufruf zur Unterstützung linker Strukturen, die auch von der Corona-Krise getroffen werden.

Solidarität ist unsere stärkste Waffe

Was in letzter Zeit passiert, brauchen wir ja an dieser Stelle niemandem mehr zu erzählen. Egal, wie wir uns dabei zu den immer weitreichenderen Einschränkungen unserer persönlichen Freiheiten zur Pandemiebekämpfung positionieren, die Auswirkungen auf das soziale Leben, für viele prekär Beschäftigte, für obdachlose Menschen oder für Menschen ohne Aufenthaltsstatus ist gravierend.

Besonders betroffen sind dabei auch viele linke Strukturen, die weiterhin feste Kosten für Räume zu tragen haben ohne dass dafür z.B. vom Staat Kohle beantragt werden kann oder will.

Dies sind aber Räume, die die Infrastruktur unserer geliebten linksradikalen Szene bilden, sei es, dass wir dort Infos erhalten und politische Debatten führen konnten, dass dort Menschen sichere Räume nutzen können, dass auch Menschen mit wenig Kohle ne warme Mahlzeit bekommen können oder dass wir über Solipartys Knete für wichtige politische Arbeit abgreifen können.

Deswegen ist es wichtig, dass unsere Strukturen auch über die aktuelle Situation heraus erhalten bleiben.

Da ja alle gerade weniger feiern gehen, aber in der Nach-Corona Ära wieder am Start sein wollen, wäre es deshalb spitze, wenn ihr mit dem sonstigen Feierbudget einfach Lieblingsprojekte rettet! Und genau dafür haben wir ein Spendenkonto eingerichtet.

Wichtig ist uns, dass nicht jeder Laden und jedes Projekt auf sich gestellt gucken muss, wie er die Zeit überbrückt, sondern dass wir in diesen Zeiten gemeinsam und solidarisch für unsere Strukturen einstehen!

Wer kann denn da Geld bekommen?

Wir möchten im Besonderen Orte und Gruppen unterstützen, die aufgrund ihrer Struktur, der Art ihrer Arbeit oder anderer Gründe nicht oder nur schwierig an andere Gelder kommen können.

Selbstverständlich ist für uns, dass keine kommerziellen Interessen verfolgt werden, wobei wir das Bezahlen von Mitarbeitenden nicht als kommerzielles Interesse verstehen. Der Ort sollte kollektiv betrieben, und sich politisch links verstehen, dass bedeutet sich für eine emanzipatorische und antikapitalistische Politik einsetzen. Das sind v.a. die Orte die auch regelmäßig im Stressfaktor zu finden sind.

Orte, welche diese Kriterien erfüllen, können uns gerne eine Mail schreiben, in der kurz beschrieben wird, welche Arbeit geleistet wird und welche Mittel in etwa für den Weiterbetrieb benötigt werden.

Bitte schreibt eine Mail an stressfaktor@squat.net mit dem Betreff: Covid-Soli

Gerne könnt Ihr uns verschlüsselt schreiben, den Schlüssel findet ihr unter: https://stressfaktor.squat.net/contact/internet

Wir würden da gerne Geld geben, wo machen wir das?

Da ja aktuell kaum noch Zugang zu Soli-Spendenbüchsen möglich ist, müssen wir in diesem Fall tatsächlich auf die Überweisung zurückgreifen. Wir würden uns freuen, wenn Menschen, die gerade noch ein wenig Kohle über haben, hier nicht nur einmal überweisen, sondern tatsächlich für die Zeit des Stillstands die Läden regelmäßig unterstützen.

Aktuell könnt Ihr über folgende Wege Spenden an uns überweisen:

Banküberweisung:

Empfänger Stressfaktor

IBAN: DE50 1001 0010 0636 9291 03

Betreff: Covid-Soli

Weitere Möglichkeiten prüfen wir und werden diese hier einfügen, sobald wir was freigeschaltet haben

Und wie wird das Geld dann verteilt?

Wir werden das Geld je nach Bedarf auf die Projekte verteilen, die sich bei uns melden. Je höher die Kosten die ein Projekt zu stemmen hat, desto mehr werden wir versuchen, das Projekt zu unterstützen. Zur Transparenz werden wir regelmäßig die aktuelle Spendenmenge und die Anzahl der unterstützten Projekte veröffentlichen. Welche Projekte genau von uns unterstützt werden, können wir, um die beteiligten Projekte nicht zu gefährden, nicht öffentlich machen.

Zu guter Letzt

Da ja derzeit auch der Stressfaktor nicht mehr so ausgiebig genutzt wird, bitte teilt die Aktion über alle Kanäle, die zur Verfügung stehen. Lasst uns das gemeinsam wuppen, solidarisch!

Euer Stressfaktor

Endlich: Groni50 gesichert!

17 Okt

Nach langen, zähen Verhandlungen haben wir nun endlich einen neuen Mietvertrag für die Groni50 unterzeichnen können. Wir danken allen Unterstützer*innen herzlichst für die Solidarität, die uns Kraft und Ausdauer fürs Weiterkämpfen gegeben hat!

cocktailz_webAb dem 1. Oktober 2016 gilt unser neuer Mietvertrag, der für die nächsten 15 Jahre den kollektiven Wohnraum im Hinterhaus der Groninger Straße 50 sichern wird – eine Option auf Verlängerung für weitere fünf Jahre gibt es auch noch. Wir haben einen Vertrag mit der Eigentümerin Gesobau aushandeln können, der die Autonomie unseres Hauses nicht antastet und gleichzeitig für die Zukunft einen nicht privatisierten Wohnraum sichert. Damit können sich weiterhin Initiativen in unseren Gemeinschaftsräumen treffen, wir können die monatliche Küfa organisieren oder unsere Räume für andere selbstorganisierte Projekte zur Verfügung stellen.

Nach so langen Verhandlungen sind wird unendlich froh und erleichtert die Groni50 für die nächsten Jahre beleben zu können. Wir sind aber auch erschöpft und müssen unsere Kräfte konsolidieren – und vor allem uns selbst mal auf die Schultern klopfen. Wir werden reflektieren, wie der Verhandlungsprozess gelaufen ist und was es heißt, dass in der heutigen Zeit ein Mietvertrag ein Grund zum Feiern ist – anstatt die grundsätzliche Kollektivierung des Wohnraums zu fordern.

An dieser Stelle sei noch einmal mit allem Nachdruck ein herzlicher Dank für an unsere vielen Unterstützer*innen ausgesprochen! Ohne eure Solidarität wüssten wir nicht, wo wir heute stünden!

Und selbstverständlich gehört das auch gefeiert: Am 19. November laden wir Euch wieder zu unserer alljährlichen Hausparty! Wir freuen uns riesig auf Euch!

Café Cralle – Neue Kollektivista gesucht

15 Jan

Café CralleDas Café Cralle in der Hochstädter Straße bei uns im Kiez sucht eine neue Kollektivista. Die Bar ist die älteste Frauen*-Kollektivkneipe Berlins. Jeden Montag gibt es den allseits beliebten Lesetresen und sonst auch immer interessante politische Diskussions- und Kulturveranstaltungen. Am 21. Januar wird zum Beispiel der Dokumentarfilm „Rock, Rage & Self Defense: An Oral History of Seattle’s Home Alive“ über das Frauen*kollektiv „Home Alive“, dass sich nach dem Mord an der Punksängerin Mia Zapata gründete, gezeigt.

Hier ist die Suchanzeige des Café Cralle:

WIR SUCHEN für unser Frauen*Kneipenkollektiv Café Cralle im Wedding eine neue Person,

* die Erfahrung in Sachen Buchhaltung hat und Lust hat uns dabei zu unterstützen bzw. diese langfristig mit zu übernehmen
* die Lust auf arbeiten in einem Kollektiv hat
* die auch mal hinterm Tresen stehen möchte
* die auch, wenn sie möchte Veranstaltungen, Einkaufen, Putzen, Handwerken, uvm. machen kann

Wir sind zur Zeit 7 Personen, die alle noch andere Dinge neben dem Café Cralle machen, aber denen diese Kneipe sehr am Herzen liegt.

Wenn du Lust hast uns bei dem Zahlen- und Papierchaos zu unterstützen, melde dich gerne unter cafecralle@riseup.net oder komm einfach mal ab 19Uhr in der Hochstädterstr.10a vorbei und schau dir den Laden an!

Bis dahin!
Das Café Cralle Kollektiv

Der politische Jahresrückblick

30 Dez

Das Videokollektiv leftvision hat einen kleinen aber feinen Jahresrückblick zusammengestellt.

 

Neue Unterkunft in der Osloer Straße

16 Nov

refugees_welcomeIn unserer Nachbarschaft hat eine Notunterkunft für Geflüchtete aufgemacht worden. Etwa 200 Menschen sind in der Turnhalle in der Osloerstraße/Koloniestraße angekommen.Wir freuen uns über unsere neuen Nachbar*innen und hoffen, dass sie gut ankommen! Vor allem hoffen wir, dass sie bald eigene Wohnungen bekommen und nicht lange in einer Turnhalle ausharren müssen.

Es werden noch verschiedene Dinge benötigt. Wedding hilft! koordiniert die Unterstützungsarbeit. Neben verschiedenen Kleidungsstücken werden besonders Menschen gebraucht, die Arabisch dolmetschen können. Außerdem sind Windeln und Wundcreme sowie Winterkleidung gern gesehen. Eine genaue Liste findet ihr hier. Bitte vorher nach dem genauen Bedarf erkundigen. Gerade sind wohl noch Laken oder Decken zur Begrenzung der Privatsphäre nötig.

Bei Fragen könnt ihr euch an die Logistik AG von „Wedding hilft!“ wenden: logistik[ät]wedding-hilft.de.

Wer sich vorstellen kann, einen Deutschkurs anzubieten, kann sich an die Sprachen AG wenden:
sprachen[ät]wedding-hilft.de

Vio.me – occupy, resist, produce!

12 Okt

Film und Gespräch mit Dario Azzellini (Filmemacher) und Tom Strohschneider (Neues Deutschland Chefredakteur) zu einer Fabrikbesetzung in Thessaloniki, Griechenland. Am 13. Oktober um 18 Uhr im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Foto: Dario Azzellini

Die Arbeiter von Vio.Me haben 2011 ihre Fabrik besetzt, nachdem sie von den Besitzern verlassen worden war. Seitdem arbeiten sie selbstverwaltet. Früher wurden in der Fabrik Baumaterialien produziert. Heute werden dort „solidarische“ Produkte produziert. Etwa die Seife auf natürlicher Basis und ohne Zusatz von Duftstoffen, die das „neue deutschland“ unter dem Motto „Wasche deine Hände für die Solidarität“ vertreibt. Noch immer muss die Belegschaft um den Erhalt und die Fortführung der Produktion in der Fabrik kämpfen.

Der Film von Dario Azzellini zeigt die Geschichte von Arbeiterinnen und Arbeitern, die sich weigern aufzugeben. Es ist eine Geschichte von Selbstbestimmung, direkter Demokratie basierend auf einer klassenbewussten Basisgewerkschaft. Es ist die Geschichte der Übernahme und Selbstverwaltung der Vio.Me-Fabrik.

Die Groni ist solidarisch sauber!

Panke-Parcours von Kiezklang

17 Sep

aktivwochenende im kiezHier findet ihr eine kleine Impression des Panke-Parcours und vom Emergent-Brunch vom letzten Wochenende. Beim Panke-Parcours von Kiezklang gab es entlang der Panke viel Musik und viel zu erleben. Auf dem Emergent Wedding Festival haben sich lokale Initiativen vorgestellt. Außerdem wurde der Film „Mietrebellen“ gezeigt, der auch schon mal in der Groni lief.