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Groni50 – Weddinger Hauskooperative seit 1980

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Seit über 35 Jahren wohnen in der Groni50 kollektiv und kooperativ über 25 Erwachsene und ein halbes Dutzend Kinder. Wie man sich das vorzustellen hat? Wie eine große WG, verteilt auf mehrere Etagen,  mit Gemeinschaftsküchen, mit Veranstaltungsraum, mit Garten, mit Proberaum und und und…

 

Endlich: Groni50 gesichert

cocktailz_webNach langen, zähen Verhandlungen haben wir nun endlich einen neuen Mietvertrag für die Groni50 unterzeichnen können. Wir danken allen Unterstützer*innen herzlichst für die Solidarität, die uns Kraft und Ausdauer fürs Weiterkämpfen gegeben hat! Mehr dazu: hier.

 

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35 Jahre solidarisches Wohnen in Selbstverwaltung

Groni50

Im November 1980 wurde unser Hinterhaus in der Groninger Straße 50 besetzt. Bis heute bietet die Groni50 Raum für solidarisches Wohnen und politische Initiativen. Doch muss nun der Mietvertrag mit der GESOBAU AG neu verhandelt werden und die Zukunft ist ungewiss. Mehr dazu: Mietvertragsverhandlungen mit der GESOBAU AG

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Haus-Chronik

1908

Das Haus in der Groninger Str. 50 wird gebaut.

1971

Die GESOBAU AG übernimmt das Haus in der Groninger Str. 50 treuhänderisch. Vorher gehörte es dem städtischen Grundstücksamt.

Weitere Informationen zu den Jahren 1973-1980 enthält diese 23seitige Dokumentation der Bürgerinitiative Wedding von 1980

Weitere Informationen zu den Jahren 1973-1980 enthält diese 23seitige Dokumentation der Bürgerinitiative Wedding von 1980

1972

Die GESOBAU wird Eigentümerin der Groninger Str. 50. In den folgenden Jahren lässt die GESOBAU das Haus in der Groninger Str. 50 verfallen, da sie es abreißen möchte, um so Fördergelder für die Modernisierung der vorderen Häuser zu erhalten. Das Haus in der Groninger Str. 50 ist jedoch kein „klassisches“ Berliner Hinterhaus, sondern eher ein „Gartenhaus“.

1975

Die Mieter_innen der Groninger Str. 48 / 50 und Seestr. 72 schließen sich zu einer Initiative zusammen, da die GESOBAU ihren Instandhaltungs- und Verwaltungsaufgaben nur unzureichend nachkommt.

1975-1978

Freiwerdende Wohnungen in der Groninger Str. 50 werden nicht neu vermietet, die Zahl der leerstehenden Wohnungen steigt kontinuierlich. Die GESOBAU bemüht sich Anfang 1976 um eine Abrissgenehmigung beim Senator für Bau- und Wohnungswesen, die 1978 erteilt wird.

„Rat & Tat“ – Kiezzeitung der Bürgerinitiative Wedding von 1982

„Rat & Tat“ – Kiezzeitung der Bürgerinitiative Wedding von 1982

1979

Die Sanierungsgruppe der Bürgerinitiative Wedding startet eine „Vermietungsaktion“, bei der sich 30 Interessent_innen für Wohnungen in der Groninger Str. 50 bei der GESOBAU melden. Sie werden abgewiesen.

1980

Die Mieter_innen werden von der GESOBAU über den geplanten Abriss informiert.

Die GESOBAU beginnt damit Herde, Öfen und sanitäre Anlagen zu demontieren.

Die Bürgerinitiative Wedding lädt die Politik ein, sich vor Ort ein Bild von der Lage und der guten Bausubstanz des Hauses zu machen. Daraufhin beschließt die Bezirksverordneten-versammlung (BVV) im März das Haus zu erhalten, doch die GESOBAU hält weiter an den Abrissplänen fest.

Kein Fehler unsererseits, Groni50 schrieb man damals noch zusammen ;-)

Kein Fehler unsererseits, die Groninger Str. wurde 1980 noch in einem Wort geschrieben 😉

Am Donnerstag, den 27. November 1980 wird das Haus instandbesetzt.

Die Instandbesetzer laden alle Unterstützer für den kommenden Sonntag (30.11.1980) zum „Tag der offenen Tür“ ein.

In der Presserklärung wird die Entmietungspolitik von Gesobau und Bezirksamt kritisiert. „Die Groninger“ fordern unter anderem die sofortige Instandsetzung und Wiedervermietung aller leerstehenden Häuser und Straffreiheit für die Instandbesetzer.

Doppelseitiges Flugblatt zur Instandbesetzung (27.11.1980). Klick um Rückseite zu lesen.

Doppelseitiges Flugblatt zur Instandbesetzung (27.11.1980). Klick um Rückseite zu lesen.

Presseerklärung mit Hintergründen und politischen Forderungen (27.11.1980)

Presseerklärung mit Hintergründen und politischen Forderungen (27.11.1980)

Die Sanierungsgruppe der Bürgerinitiative Wedding schickt einen offenen Brief an den Bausenator, der daraufhin das Haus besichtigt und nach der Besichtigung beschließt, die Abrissgenehmigung nicht weiter zu verlängern.

1981

Die Verhandlungsgespräche mit der GESOBAU beginnen.

1982

Verhandlungsgespräche über einen Mietvertrag mit dem Baustadtrat finden statt.

Der Verein „Groni50“ wird gegründet.

Am 01.07.1983 wird der Mietvertrag über das gesamte Haus mit der GESOBAU geschlossen. Der Verein Groni 50 e.V. übernimmt das Haus in Selbstverwaltung.

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Zur Erinnerung an die Besetzung findet jedes Jahr an einem Samstag im November eine große Hausparty statt.

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Interview/Doku über Fritz Teufel von 1981, gedreht in „Teufels Küche“ im 3. Stock der Groni, ab Minute 6:10 sieht man das Haus auch von außen

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