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11.6. | Küfa & Film: Bergbau und soziale Konflikte am Titicacasee

8 Jun

Titicaca Bergbau PeruDer Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“, des peruanischen
Filmemachers Heeder Soto handelt von den sozialen Konflikten in der
peruanischen Region Puno am Titicacasee sowie auf der bolivianischen Seite
des Sees, ihren Ursachen und Konsequenzen. Er verdeutlicht anhand von
Zeitzeugenberichten, wie es zu Menschenhandel kommt, wie Flüsse durch
Bergbau tot und vergiftet werden.

Auch die Proteste im Hambacher Forst in der Nähe Kölns werden gezeigt, wo
eines der größten Kohlekraftwerke Europa betrieben wird und es eine
kontinuierliche Abholzung des einigartigen Urwaldes gibt, den die
Aktivisten stoppen möchten.

Die Verbindungen zwischen dem Goldabbau und dem Goldweiterverarbeitung
werden in einem Schwenk in die Schweiz gezeigt. Was hat der Titicacasee mit
uns zu tun?

Veganes Essen ab 19 Uhr, Film ab 20 Uhr.

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25. Mai: „Stadt von Unten erkämpfen!“

24 Mai

Besetzung„Der Senat redet von Wohnungspolitik – Wir machen sie!“ – Kommt zur Demo am Freitag, den 25. Mai um 18 Uhr auf dem Lausitzer Platz! Die Groni50 teilt hier den Aufruf des besetzen-Bündnisses:

Am vergangenen Pfingstsonntag wurden in Berlin und Potsdam 10 leerstehende Häuser besetzt. Von der Villa über eine ehemalige Kita bis hin zum ganzen Wohnhaus. Was über Jahre tote Spekulationsmasse war, wurde mit Leben gefüllt. Auch wenn einige der Besetzungen sehr schnell aufgegeben wurden, handelte es sich bei #besetzen nicht bloß um eine symbolische Aktion. Jeder Leerstand wurde in seinen Kontext gesetzt und für nahezu alle Objekte gab es Konzepte, die eine mögliche Nutzung im Sinne einer solidarischen Stadtpolitik aufzeigten. Betont wurde hierbei immer, dass nicht der Leerstand das Problem ist, sondern das Prinzip von (Privat-)Eigentum an Nutz- und Wohnraum, welches Spekulation erst möglich macht. Spekuliert wird aber nicht nur mit Leerstand, sondern auch mit bewohnten und genutzten Flächen. Das bedeutet, dass es jede*r verdrängt werden kann. Ob das nun Jugendzentren, Kitas, ein Späti oder ganze Wohnblöcke sind. Deshalb war am 20. Mai klar: Räume müssen erkämpft und verteidigt werden. An diesem Tag sollten vor allem die Bornsdorferstraße 37b (Borni) in Nord-Neukölln und die Reichenbergerstraße 114 (Friedel54 im Exil) in Kreuzberg als selbstverwaltete Orte für den Moment verteidigt und langfristig als Orte der Organisierung für eine Stadtpolitik von Unten aufgebaut werden.

Sie wollen keine Verhandlungen, sie wollen nur Gewalt.

Die Gewalt einer Stadtpolitik von Oben spüren wir in Berlin Tag für Tag. Gefahrengebiete, Zwangsräumungen, Lagerunterbringung, Rassismus und Wohnungslosigkeit sind hierbei nur einige Schlagworte. Beim „Karneval der Besetzungen“ wurde wieder einmal deutlich, dass der Berliner Senat auch Ursache dieser Gewalt ist. Ebenfalls wurde deutlich, dass zwischen privaten Hauseigentümern wie Akelius und städtischen Unternehmen wie „Stadt und Land“ kaum noch Unterschiede bestehen.

Bei der Besetzung der Reiche114, im Wohnhaus der Akelius GmbH wurde von diesen gar nicht erst versucht zu kommunizieren, so unterschrieben irgendwelche Handlanger gegen 20.30 Uhr den Straf- und Räumungsantrag. Mit enormer Polizeigewalt wurde nur 2 Minuten später die angemeldete Kundgebung vor dem neuen sozialen Zentrum, sowie der Lautsprecherwagen gestürmt. Hierbei gab es viele Verletzte. Das entschlossene Agieren aller solidarischen Menschen vor Ort verhinderte Schlimmeres und ermöglichte die Flucht der Besetzer*innen.

Zeitgleich wurde die Borni gestürmt, obwohl die Verhandlungen über die zukünftige Nutzung des Gebäudes noch liefen. Angesichts dessen, dass der Berliner Senat, sowie Stadt & Land Boss Ingo Malter die Besetzer*innen der brutalen Staatsgewalt auslieferte, ohne auch nur einer Person zu ermöglichen schon vorher das Gebäude zu verlassen, kann dieses Vorgehen nicht nur als Farce, sondern als Tragödie einer sich „sozial“ nennenden Stadtpolitik verstanden werden. Zusätzlich zu den Bullenschikanen im Haus und während der Identitätsfeststellung will Malter die 56 Besetzer*innen noch mit Strafanzeigen überziehen. Eigentum verpflichtet anscheinend doch… zum Arschloch sein.

Wir fordern am 25. Mai und auch sonst:

  • Straffreiheit für alle Besetzer*innen!
  • Weg mit den Strafanzeigen durch Stadt & Land!                           
  • Weg mit der „Berliner Linie“!

Trotz der Durchsetzung und dem Beharren des Senats auf die Berliner Linie wurde am vergangenen Wochenende und die daraus entstehende Debatte deutlich gemacht, dass Besetzen eines von vielen legitimen und notwendigen Mitteln ist. Eine rebellische stadtpolitische Bewegung wird auch weiterhin zivilen Ungehorsam üben, wie am 22.Mai mit der erfolgreichen Blockade einer Zwangsräumung in Berlin-Lichtenberg gezeigt wurde. Ob sie auch weiterhin #besetzen wird, liegt an uns allen. Deshalb die Aufforderung an alle:

Weitermachen:

Besetzen, enteignen und die Stadt von Unten erkämpfen!

Aufruf zur Kiezdemo am 30. April

10 Apr

Demonstration 30.4.2018Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize! Am 30. April 2018 um 16 Uhr am U-Bhf Seestraße im Wedding

Seit 2012 findet jährlich am 30. April die antikapitalistische Walpurgisnacht Demonstration in Berlin-Wedding statt. Sechs Jahre in denen “Hände weg vom Wedding!” als Initiative konkrete Auseinandersetzungen von Nachbar*innen mit Behörden, Ämtern, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Platzwärter*innen und diskriminierender Gewalt begleitet und dabei den voranschreitenden Ausverkauf der Berliner Kieze, in denen wir leben, kritisch öffentlich macht.

Der Druck der kapitalistischen Verwertung im Kiez ist hoch, die Auswirkungen immer verheerender. Teure exklusive Neubauten und damit mehr Wohnraum für Reiche finden wir an jeder Ecke. Vor allem Familien mit wenig Geld, prekär Beschäftigte, Erwerbslose und obdachlose Menschen sind dadurch einer permanenten Verdrängung ausgesetzt. Auch die andauernde rassistische Gewalt ist Teil eines bitteren Alltags für jene, die anhand ihrer Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft, im Kiez ständig diskriminiert und durch die Berliner Polizei kriminalisiert werden. Der irrsinnige Ausbau staatlicher Überwachungsmaßnahmen in sogenannten Gefahrengebieten wie z.B. dem Leopoldplatz, bedient diese Praxis und verschleiert eine gescheiterte Sozialpolitik. Ohne Scham wird diese Schnüffelei in unser aller Leben auch noch als “Lösung” präsentiert. Doch wir zeigen Haltung und dabei sind wir nicht allein. Es gilt gemeinsam mit anderen die soziale Isolierung in unserer Nachbarschaft aufzuheben. Denn nur durch gemeinsames Handeln können wir unsere täglichen Kämpfe offen legen, angehen und antikapitalistische Perspektiven von Selbstbestimmung, Solidarität sowie ein radikales Verständnis von Demokratie durchsetzen. Und zwar jenseits von Parteien und Parlamenten, welche getrieben von einem kapitalistischen Verwertungszwang seit Jahren unseren Alltag diktieren.

Denn klar ist, so wie es ist, kann es nicht weitergehen! Deswegen rufen wir dazu auf, euch am 30. April 2018 der antikapitalistischen Demonstration “Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” auf dem Leopoldplatz anzuschließen!

Dieses Jahr plant und koordiniert ein breites Kiezbündnis nicht nur den Protest, sondern auch eine ganze Aktionswoche in der Nachbarschaft. Es bleibt nach wie vor wichtig, auf unseren Straßen und Plätzen präsent zu sein. Zeigen wir denen, die noch nicht den Schritt wagen oder die Proteste nur aus der Ferne begleiten, dass wir uns als Nachbar*innen nicht spalten lassen und weiter für wirkliche Alternativen, also eine solidarische Gesellschaft, einstehen werden.
Doch die jährliche Demonstration am 30. April, dem 1. Mai und die Proteste drumherum können immer nur ein symbolischer Ausdruck dessen sein, was wir im Alltag konkret aufbauen und gemeinsam erkämpfen. Und das müssen wir, wenn wir wie Menschen in dieser Stadt leben wollen! In unseren durch Bezirksämterstuben verwalteten Stadtteilen, wohnen wir als Berliner*innen in unseren aberwitzig teuren Mietwohnungen nicht selten Tür an Tür mit Menschen zusammen, die in dieser Gesellschaft ähnliche, wenn nicht sogar die gleichen Probleme haben. Oft begegnen wir uns im Hausflur, beim Einkauf, vielleicht sogar auf dem Amt und ab und zu in Bus oder Bahn. Offene Räume für den gemeinsamen Austausch, der Erkenntnis und Aktion sind jedoch kaum vorhanden. Und wenn wir doch zueinander finden fehlen beständige Orte, wo wir unsere Wut, den Frust und die vermeintliche Hilflosigkeit organisiert mit anderen Nachbar*innen angehen können.

Neben unseren Beziehungen brauchen wir Räume in unseren Kiezen, wo wir nachbarschaftliche Solidarität leben und weiterentwickeln können. Und zwar basisdemokratisch und unabhängig von parlamentarischer Ob­rig­keit oder quartiersplanerischer Einflussnahme und Instrumentalisierung. Daher beteiligen wir uns an dem Aufbau eines Kiezhauses im Wedding: ein von Nachbar*innen selbstverwalteter Raum der Solidarität in Gedenken an Agnes Reinhold.

Seid auch ihr dabei!
30. April 2018 | 16 Uhr | U-Bhf Seestraße | Berlin-Wedding

9.4. Küfa: Human rights violations in Brazil

5 Apr

Diesmal veranstalten wir eine Küfa zur Situation in Brasilien. 2016 veränderte sich die politische Landschaft Brasiliens rasant. Die Rechtskonservativen übernahmen die Macht. Seitdem kämpfen Aktivist*innen gegen staatliche Gewalt, Diskriminierung und soziale Gerechtigkeit. Am 14. März diesen Jahres wurde Marielle Franco, feministische und antirassistische Aktivistin gegen Polizeigewalt, ermordet. Sie war Stadträtin in Rio de Janeiro. Die Küfa wird auf Englisch stattfinden. Eventuell können wir für Übersetzung sorgen. Näheres dazu bald.

At that time, everything was human

Screening of short films:

At that time, everything was human
25′, conceived and directed by Aline Baiana

Tapixi
8′, conceived and directed by Sallisa Rosa

Followed by the talk Marielle Franco and human rights violations in Brazil with Camila Nóbrega, journalist and PhD student at Freie Universität Berlin, and Aline Baiana, Brazilian artist.

At 7.30 pm Food from Bahia – Mushroom Bobó and coconut rice (vegan).
Films at 8.30 pm.

24.02.: Needle sharing (gemeinsam Musik hören)

20 Feb

Freitag (24.Februar) ab 20 Uhr:

Zwei Plattenspieler (dementsprechen auch zwei Nadeln) und Getränke. Wir hören gemeinsam Musik, unterhalten uns und trinken dazu gemütlich was. Bringt ein paar Platten, eure Liebe zur Musik und eventuell euer Nerdwissen mit. Ihr könnt aber selbstverständlich auch einfach so vorbeikommen und abhängen.

Entweder wir legen abwechselnd unsere Lieblingslieder auf oder wir testen unsere Schmerzgrenzen aus. Oder beides. Kommt vorbei, kostet nix.

MI 1.Feb.: Filmpräsentation: „Das ist unser Haus“ und Essen für Alle

10 Jan

slidergemeineigentumaugenwebZu unserer zweiten Mittwochs-Küfa zeigen wir den Film „Das ist unser Haus“. Vorgestellt wird das das Mietshäuser Syndikat und die verschiedensten Projekte in Deutschland, die durch die Syndikatsbeteiligung ihren Lebensraum schaffen und gleichzeitig das Haus dem Markt entziehen konnten.
Geplant ist, auch ProjektMenschen einzuladen – nähere Infos folgen!

dasistunserhausAlso schon vormerken für den Mi, 1. Februar ab 20 Uhr: Essen gegen Spende; Getränke gibt es auch, dazu noch den Film und Gespräche. Und das alles in der Groni50/Wedding

Wir freuen uns auf euch.

Wer´s verpasst hat oder noch mal reinschauen will – hier der Link zum Film: http://das-ist-unser-haus.de/ (CC-Lizenz)

 

Gemeinsam gegen rechte Hetze und Gewalt

15 Dez

Antifa NeuköllnFaschos verpisst euch!
Gemeinsam gegen rechte Hetze & Gewalt
Freitag 16.12. / 18 Uhr / Hermannplatz

(english below)

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember gab es Neukölln mindestens drei Angriffe von Faschist*innen: Auf das linke Kollektivkaffee k-fetisch wurde ein Brandanschlag verübt; der Buchladen Leporello, in dem 10 Tage zuvor eine AfD-kritische Veranstaltung stattfand, wurde mit Pflastersteinen attackiert; die Privatwohnung eines linken Aktivisten wurde mit Steinen und Farbe angegriffen.

Zumindest beim Brandanschlag auf das k-fetisch nahmen die Täter*innen
die Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf, da sich das
k-fetisch in einem voll besetztem Wohnhaus befindet. Diese Angriffe sind
nicht die Ersten und werden nicht die Letzten gewesen sein: auf der
Facebook-Seite der Nazi-Gruppe „Freie Kräfte Neukölln“ wurde eine Grafik
mit linken Orten und eine weitere Grafik mit Geflüchteten-Unterkünften
veröffentlicht, die als mögliche Anschlagsziele in Frage kommen sollen.

Ermutigt durch die rechte Hetze in Deutschland und den erstarkenden
Nationalismus in Europa, ungehindert durch die Behörden und mit der
Erfahrung von über 100 Brandanschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte in
den letzten zwei Jahren, sehen sich die Nazis in der Offensive. Dies
begünstigt ein gesellschaftliches Klima, in dem Menschen, die nicht ins
reaktionäre Weltbild passen, vermehrt Angriffen auf offener Straße
ausgesetzt sind.

Das werden wir nicht unbeantwortet lassen – unsere Solidarität gegen
eure Hetze! Faschos verpisst euch!

Kommt zur Demo am Freitag den 16.12., 18 Uhr, Hermannplatz.

—– english —–

Fascists, fuck off!
Together against right-wing agitation and violence!

On the night between the 11th and 12th of November there were at least
three assaults by fascists in Neukolln: an arson attack against the
left-wing café collective k-fetisch; an attack with stones against the
Leporello bookstore, which hosted a meeting against the Afd 10 days ago;
an attack with stones and spray-paint against the apartment of a
left-wing activist.

At least in the case of the arson attack on k-fetisch, the perpetrators
were willing to risk endangering human lives as the café is located on
the ground floor of a fully occupied residential house.

These attacks are not the first and they will not be the last: the
facebook page of the Nazi group „Freie Kräfte Neukölln“ (Free Forces
Neukolln) recently published two graphs, one with left-wing locations
and another with shelters for refugees, to be treated as potential
targets.

Encouraged by the right-wing agitation in Germany and growing
nationalism in Europe, unhindered by the authorities and using the
experience of 100 arson attacks against refugee shelters in the last two
years, the Nazis are on the offensive. This facilitates a social
atmosphere in which people who do not fit into a reactionary worldview
are increasingly exposed to open attacks.

We will not leave this unanswered – our solidarity should stand against
their agitation.

Fascists, fuck off!

Come to the demonstration on Friday the 16th of December, 18.00 at
Hermannplatz.