Café Cralle – Neue Kollektivista gesucht

15 Jan

Café CralleDas Café Cralle in der Hochstädter Straße bei uns im Kiez sucht eine neue Kollektivista. Die Bar ist die älteste Frauen*-Kollektivkneipe Berlins. Jeden Montag gibt es den allseits beliebten Lesetresen und sonst auch immer interessante politische Diskussions- und Kulturveranstaltungen. Am 21. Januar wird zum Beispiel der Dokumentarfilm „Rock, Rage & Self Defense: An Oral History of Seattle’s Home Alive“ über das Frauen*kollektiv „Home Alive“, dass sich nach dem Mord an der Punksängerin Mia Zapata gründete, gezeigt.

Hier ist die Suchanzeige des Café Cralle:

WIR SUCHEN für unser Frauen*Kneipenkollektiv Café Cralle im Wedding eine neue Person,

* die Erfahrung in Sachen Buchhaltung hat und Lust hat uns dabei zu unterstützen bzw. diese langfristig mit zu übernehmen
* die Lust auf arbeiten in einem Kollektiv hat
* die auch mal hinterm Tresen stehen möchte
* die auch, wenn sie möchte Veranstaltungen, Einkaufen, Putzen, Handwerken, uvm. machen kann

Wir sind zur Zeit 7 Personen, die alle noch andere Dinge neben dem Café Cralle machen, aber denen diese Kneipe sehr am Herzen liegt.

Wenn du Lust hast uns bei dem Zahlen- und Papierchaos zu unterstützen, melde dich gerne unter cafecralle@riseup.net oder komm einfach mal ab 19Uhr in der Hochstädterstr.10a vorbei und schau dir den Laden an!

Bis dahin!
Das Café Cralle Kollektiv

Polizei stürmt Rigaer94

14 Jan

Gestern Abend stürmte die Berliner Polizei mit 500 Beamt*innen das Hausprojekt in der Rigaer Straße 94. Auch im Nachbarprojekt, der Liebigstraße 34, wurde Musiktechnik zerstört. Der Kiezladen der bedrohten Friedelstraße 54 hat eine Solidaritätserklärung verfasst, der wir uns nur uneingeschränkt anschließen können:

Wir sind solidarisch mit der Rigaer94 und allen betroffenen und genervten Nachbar*innen. 500 BeamtInnen, Hubschrauber und der ganze PiPaPo für die Befindlichkeiten und den Wahlkampf vom harten Henkel, während im Wochentakt in Berlin und Umland rassistische Angriffe gegen Unterkünfte und Geflüchtete gemeldet werden, oder – wie kürzlich bekannt wurde – hunderte Nazis unerkannt im Untergrund leben. Wurde auch nur in einem Fall so ein Aufriss veranstaltet? Teile dieser Antwort würde die Bevölkerung nur verunsichern. Prioritäten muss man halt haben.

Für uns heißt das: Jetzt erst recht zur Demonstration gegen Gefahrengebiet und Verdrängung am 06. Februar nach Friedrichshain. Denn in der Rigaerstraße zeigt sich eins deutlich: Hat sich die Politik in den letzten Jahren bei der Verdrängung alternativer Wohn- und Lebensformen zurückhaltend gezeigt und die Arbeit EigentümerInnen und Investoren überlassen, steht sie doch immer bereit, dort einzugreifen wo dies nicht erfolgreich ist.

Ein Kampf für solidarische Nachbarschaften und die Stadt von unten bedeutet auch immer Widerstand gegen die Besetzung und Dauerüberwachung unserer Kieze. Wir wollen selbst entscheiden wo und wie wir leben und wehren uns dort, wo wir darin eingeschränkt werden. Sei es nun gegen eine eigentümerfreundliche Gesetzgebung, profitgeile Investoren oder einen beleidigten Innensenator. Es bleibt dabei: Wir bleiben alle!

Zum gesamten Artikel des Kiezladens.

Und hier noch der Audiomitschnitt der Pressekonferenz der Rigaer94:

5.01.2016: Reise ins Zauberland mit lecker veganem Essen

4 Jan

An den Grenzen wird wieder verstärkt kontrolliert, es ist viel zu kalt – wir versuchen es trotzdem:

Hayao Miyazaki

Chihiros Reise ins Zauberland (Hayao Miyazaki)

Wir laden euch zu unserer ersten Küfa 2016 ein und möchten mit euch auf eine Reise gehen. Ins Zauberland von Hayao Miyazaki, in dem ein kleines Kind in einer fremden Welt überleben lernt. In der Neugierde und Hilfsbereitschaft die Angst vor dem Fremden besiegt. In der es wichtig ist, seinen Namen und seine Identität nicht zu vergessen…

Ein Film, angereichert mit überbordender Fantasie, vielfältigen Figuren und surrealen Szenarien – auch für Personen über 18 geeignet.

Für Reiseverpflegung (warmes veganes Gericht) ist gesorgt!

Küfa – Dienstag: 5.01.2016
Einlass & Essen: 20 Uhr
Filmbeginn: ca. 21 Uhr

 

 

1 Jahr Bärgida – Uns reicht’s!

4 Jan

1jahrbärgida

Seit einem Jahr verbreitet Bärgida jeden Monat rassistische und antisemitische Hetze. Sie ziehen jede Woche durch Mitte oder Moabit. Bärgida ist ein Radikalisierungsraum für Rassist*innen. Brandstifter (Enrico Schöttstädt/BDH), irre Reichsbürger (Kastius), Gewalttäter, NPD, AfD und Pro Deutschland: alle sind bei Bärgida herzlich willkommen.

Doch es gibt auch antifaschistischen Widerstand. Nicht nur wurde die Infrastruktur von Bärgida wiederholt untauglich gemacht und die Weihnachtsfeier gestört, auch die Umgebung des Anmelders Karl Schmitt wurde über ihren rassistischen Nachbarn infomiert.

Der Druck wird nun weiter erhöht. Zum einjährigen Geburtstag von Bärgida wird eine große Gegendemo stattfinden, anschließend gibt es kreativen Protest.

NoBärgida Demonstration // 11.1 // 18.30 Uhr // Washingtonplatz

Der politische Jahresrückblick

30 Dez

Das Videokollektiv leftvision hat einen kleinen aber feinen Jahresrückblick zusammengestellt.

 

28.01.16: Konzert mit Rottkehlchen & Miss Walker

23 Dez

12398657_10206964038172866_652295398_o„trauen. machen. & dann wird es funktionieren.“ – unter diesem Motto startet die Hamburger Musikerin Hannah Rottkehlchen ihre erste Solotour. Zusammen mit Miss Walker wird sie am Donnerstag, 28.01. bei uns einfliegen! Wir freuen uns total!

Hannah Rottkehlchen verbindet experimentelles Songwriting mit Looptechniken und kombiniert dafür kleine Melodien mit Geräuschen, psychoaktiven Klängen und Krach. Akustische Eigenheiten werden mit elektronischen Schnipsel verwoben, auf dem sich ausbreitenden Klangteppich flaniert die eindrucksvolle und einnehmende Stimme. Abgefahren. In den oft persönlichen Texten geht es um Zweifel und die Angst zu verharren, um innere und äußere Kämpfe um Unabhängigkeit und Eigenständigkeit und die Hoffnung, all den Sorgen und Herausforderung selbstbestimmt etwas entgegensetzen zu können. Schon mal reinhören: http://www.rottkehlchen.blogsport.de/

10153325_10206947160590937_219145114_nMit Stimme und Klavier gibt uns die Singer-songwriterin Miss Walker Einblicke ins Fliegen und Verloren Gehen. Laut und leise zelebriert die Künstlerin die scheinbaren Gegensätze des Lebens, erzählt vom Absurden und von Zwischenmenschlichkeiten. Ihre bunt-melancholische Klänge mit Wärme und Herz laden ein mit auf die Reise zu gehen. Schon mal reinhören: http://misswalker.bandcamp.com/releases

 

Donnerstag, 28. Januar 2016 – Einlass: ab 20 Uhr
…die Künstlerinnen freuen sich über Spenden 🙂

Rassistische Abstimmung im Mietshaus

18 Dez

Eine Wohngemeinschaft im Wedding wollte einen neuen Mitbewohner. Ein Mann aus dem Tschad sollte in ein freies Zimmer ziehen. Doch die Hausverwaltung „Harry Gerlach GmbH“ lehnte ab und startete eine Umfrage, ob „Asylanten“ im Wohnhaus wohnen dürfen.

Initiative "Flüchtlinge willkommen"In Zeiten von überfüllten Notunterkünften, die eine Zumutung sind, sollte man meinen, dass Privatwohnungen, die freie Zimmer für geflüchtete Menschen zur Verfügung stellen, ein Schritt in die richtige Richtung sind. Es gibt sogar die Initiative „Flüchtlinge willkommen“, die genau das zum Ziel hat. Doch sehen das offensichtlich nicht alle so.

Eine Wohngemeinschaft im Wedding wollte einem Mann aus dem Tschad, der seit drei Jahren in Deutschland lebt, ein Zimmer anbieten. Allerdings lehnte die Hausverwaltung „Harry Gerlach GmbH“ den Einzug ab. Kurz darauf startete sie ein rassistische Umfrage unter den Mietparteien. Sie sollten zustimmen oder ablehnen, ob die Wohngemeinschaft, den Mann bei sich einziehen lassen könne. Niemand solle sich übergangen fühlen und „womöglich der Hausfrieden in Mitleidenschaft gezogen“ werden.

Mitbewohner*innen aufgrund der Herkunft abzulehnen ist verstößt gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Die Annahme, dass Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden, den Hausfrieden in Mitleidenschaft ziehen könnten, ist rassistisch. Gerade in der aktuellen Situation, die keine „Flüchtlingskrise“, sondern eine Berliner Verwaltungskrise ist, sollten Menschen, die Platz in ihrer Wohnung haben, Zimmer zur Verfügung stellen.

Mehr dazu lesen.
Das Schreiben der Hausverwaltung.
Initiative „Flüchtlinge willkommen“

15.12. vegane Küfa und dieser Film mit den Geistern

14 Dez

GeisterDas Veganladen-Kollektiv-Wedding* lädt erneut zur Küfa in unser Haus ein. Sie wollen einen kollektiv betriebenen, nicht-gewinnorientierten Veganladen im Wedding eröffnen.

Als Vorgeschmack gibt es deshalb für euch – wie immer zur zweiten Küfa im Monat – veganes/glutenfreies und so gut es eben geht biologisches und faires Essen (mit Nachtisch).
Als Film zeigen sie dieses mal den Klassiker „Die Geister die ich rief“ mit Bill Murray – zum entspannten Jahresausklang.

Einlass und Essen: ab 20 Uhr
Filmbeginn: ab ca. 21 Uhr

*Wenn ihr Wünsche, Anregungen oder Kritik an das Veganladen-Kollektiv-Wedding habt, dann meldet euch gern bei ihnen unter vlk-wedding@riseup.net. Sie suchen weiterhin Mitstreiter_innen, die das Projekt Veganladenkollektiv gemeinsam mit ihnen realisieren wollen.

Mieter*innen wehren sich!

10 Dez

Am Samstag, den 12. Dezember, veranstalten die Mieter*innen aus der Koloniestraße 2a ihre 3. Infoveranstaltung. Geht vorbei und zeigt eure Solidarität!

Koloniestraße 2a Wedding Koloniestraße 2a WeddingEs drohen ihnen fast 100%ige Mieterhöhungen. Ursprünglich waren die Häuser der Mieter*innen in der Koloniestraße für den sozialen Wohnungsbau gedacht. Doch der Eigentümer meldete Insolvenz an und die Häuser wurden verkauft – zu einem Vielfachen ihres urpsünglichen Baupreises. Nun will der neue Eigentümer diesen Preis als Kostenmiete auf die Mieter*innen umschlagen. Also ordentlich die Miete erhöhen, um Kosten hereinzubekommen, die er nie hatte.

Für die Mieter*innen bedeutet das, dass sie sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. Neue bezahlbare Wohnungen zu finden – an sich auf dem aktuellen Berliner Wohnungsmarkt ein Ding der Unmöglichkeit -, ist gerade für ältere, weniger mobile oder von Rassismus betroffenen Menschen ein nicht mal so eben zu bewerkstelligen.

Doch die Mieter*innen haben sich zusammengeschlossen und wehren sich. Am Samstag, den 12. Dezember von 12 bis 16 Uhr, veranstalten sie ihre 3. Infoveranstaltung in der Koloniestraße 2a. Kommt zahlreich!

Friedel bleibt!

7 Dez

Friedel NeuköllnAm vergangenen Wochenende demonstrierten 800 Menschen durch die Berliner Stadtteile Neukölln und Kreuzberg, um ihre Solidarität mit dem räumungsbedrohten Kiezladen Friedel 54 auszudrücken. Lautstarke Parolen, ein Feuerwerk vom Dach und zahlreiche Solidaritätsbekundungen anderer bedrohter sozialer Projekte aus der ganzen Stadt untermauerten die Ansage, dass sich die Nutzer*innen und Hausbewohner*innen der Friedel 54 nicht dem Willen der Spekulantenfrima Citec aus Wien beugen und freiwillig zum 30. April 2016 gehen werden.

Radio Aktiv begleitete die Demo und berichtet in O-Tönen.

 

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