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Friedel54 erhält Räumungsklage

7 Sept

Die erste Kontaktaufnahme des neuen Eigentümers mit der Hausgemeinschaft der Friedel54 ist eine Räumungsklage. Die Groni50 erklärt sich solidarisch: Die Häuser denen, die sie brauchen! Räumung verhindern!

Findet hier die Stellungnahme der Hausgemeinschaft veröffentlicht:

Friedel54Der Kiezladen Friedel 54 hat die Räumungsklage erhalten. Nach einem langen Kampf gegen die Verdrängung durch die „CITEC Immo Invest GmbH“, hat diese das Haus Ende Juni an die „Pinehill S.à.r.l.“ mit Sitz in Luxemburg verkauft. Die Hausgemeinschaft hat vergeblich versucht, das Haus mit Hilfe des Mietshäusersyndikats zu kaufen. Pinehill hat also in vollem Bewusstsein um den Friedel54-Konflikt das Haus gekauft und sofort die Räumungsklage eingereicht. Die Klage ist die erste Kontaktaufnahme aus Luxemburg, denn dass das Haus verkauft worden ist, hat die neue Eigentümerin immer noch niemandem hier mitgeteilt. Die Hausgemeinschaft der Friedel54 sah sich schon unter der alten Eigentümerin mit massiven Mieterhöhungen wegen Modernisierung bedroht, was durch den Kampf der letzten Monate zumindest teilweise abgewehrt werden konnte. Bis jetzt.

Das Verhalten des neuen Eigentümers ist also nicht nur eine Kampfansage an den Kiezladen, sondern auch an die Hausgemeinschaft. Gleichzeitig spiegelt es die kapitalistische Stadtpolitik wieder. Verdrängt wird alles, was keine maximale Rendite verspricht. Menschen mit geringem Einkommen und unkommerzielle Räume sind in dieser Logik nichts wert.

Wir fragen uns weiterhin: Wer ist dieser „Eigentum“?
Schon seit April bekommen wir komische Briefe, in denen wir aufgefordert werden, die Räume „zurückzugeben“.
Doch warum sollten wir unsere Räume “zurück”-geben und an wen? Wir sind diejenigen, welche die Räume seit über 12 Jahren mit Leben, Liebe und Solidarität füllen! Ein Eigentumsrecht, welches die Interessen einer dubiosen Immobilienfirma, die erst seit ein paar Monaten existiert, sich aus zwielichtigen Kapitalquellen finanziert und uns mit Gewalt vertreiben will, schützt, werden wir nicht akzeptieren. Diese Räume gehören uns und wir geben sie nicht “zurück”! Stattdessen wollen wir mehr:

Mehr Solidarität in der Nachbarschaft – Mehr rebellische Kieze – Mehr Stadt von Unten.

In einer Welt, in der ein immer größerer Teil des Lohns, für den wir unsere Arbeitskraft zu Markte tragen müssen, für die Miete draufgeht, ist es umso wichtiger, dass Menschen sich gegen Ausbeutung und andere Herrschaftsverhältnisse wehren. Die Friedel54 ist einer der Orte, wo diese Menschen zusammenkommen und Widerstand praktizieren. Viele andere soziale Räume befinden sich in vergleichbaren Situationen und sind von systematischer Verdrängung und staatlicher Repression betroffen. Wir waren, sind und bleiben solidarisch mit Euch und allen anderen von Verdrängung Bedrohten. Ihr seid nicht allein! Denn: Solidarität ist praktisch!

Die Klage ist frisch, die Beratung mit unserem Anwalt läuft. Bald werden wir eine genauere Vorstellung davon haben, wieviel Zeit uns bleibt und wie wir sie nutzen. Haltet euch bereit und die Augen offen. Wir freuen uns ausdrücklich über jede Form von Solidarität. Die letzte Runde ist eingeläutet, wer sie gewinnt, liegt an uns allen.

Don’t lose your grip on the dreams of the past. You must fight just to keep them alive

Kiez-Quiz

3 Sept

Im Rahmen der Weddinger Sprach- und Lesewoche freuen wir uns Euch am 3. September zu uns in die Groni50 zum Kiez-Quiz einzuladen.

Bei unserem Kiez-Quiz könnt ihr in Teams intellektuelles und_oder überflüssiges Wissen unter Beweis stellen oder einfach wild drauf los raten. Im Rahmen unserer Büchertauschaktion könnt ihr euch mit neuem Lesestoff versorgen, euch über Lieblingsbücher und -autor_innen austauschen und ausgelesene Bücher loswerden- aber bitte keine Handbücher für Windows 95 oder angeschimmelte Schulbücher aus den 80ern.

Los geht es um 20 Uhr. Cocktails gibt’s auch!

Dr. Seltsam zu Gast bei der KÜFA am 2. August

28 Jul

giphy

Source tripps42.tumblr.com

Wir versuchen die aktuellen Geschehen als Satire aufzufassen und zeigen das passende Lehrvideo: „Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ von Stanley Kubrick.

Dazu lecker veganes Essen, ganz viel Apfelsaft, ein Ort zum Entspannen und ein Garten zum chillen…

Kommt vorbei: am ersten Dienstag im August (2.08.) ab 20 Uhr.

Protestaktion der Erwerbslosenini Basta! beim Job Center Wedding

25 Jul

jc1Der Protest von Basta! will darauf aufmerksam machen, dass das Jobcenter die Wohnungssuche der Menschen die auf Hartz IV angewiesen sind, praktisch komplett verhindert. Und zwar nicht nur durch die zu niedrigen Kosten der Unterkunft, die weit unter dem durchschnittlichen Mietpreis im untersten Segment in Berlin sind, sondern auch dadurch, dass die verlangsamten bürokratischen Prozeduren unangemessen für die Suche nach Wohnungen sind. Menschen haben auf dem Berliner Wohnungsmarkt nur eine Chance, wenn sie die Unterlagen direkt vorlegen können. Das Job Center treibt somit durch lange Verzögerungen Menschen in die Wohnungslosigkeit.
Der Protest fordert weiterhin, dass das Jobcenter Veränderungen der Wohnungsversorgung in Berlin endlich anerkennen muss. Zum Beispiel, wird jetzt angesichts der steigenden Nachfrage vermehrt nach Kautionen auch bei Zwischenmieten gefragt. Und zwar hohe Beträge. Damit Menschen, die es sowieso schwer haben, einen unbefristenen Mietvertrag zu bekommen, die Möglichkeit nutzen können, eine Wohnung für eine

befristete Zeit zu bekommen, muss das Jobcenter die Kautionskosten auch für befristete Mietverträge übernehmen. Es gibt keine rechtliche Grundlage für eine Nichtübernahme der Kaution. Leider wird dies jedoch immer wieder behauptet und hinzu kommt, dass eine Kaution sowieso nur als Darlehen gewährt wird und anschließend vom Regelsatz abgestottert werden muss, was eine Kürzung des monatl. zum Leben verfügbaren Geldes auf ein Niveau unterhalb des definierten Existenzminimums bedeutet.
Die Forderungen der Initiative lauten deshalb:
1. Über Umzugsanträge muss noch am gleichen Tag durch das Job Center entschieden werden.
2. Wenn im Mietvertrag eine Kaution festgelegt ist, muss diese übernommen werden – auch bei Untermietverträgen.

weitere Infos unter: http://basta.blogsport.eu/

Im Sommer findet die Küfa NUR am 1.DI im Monat statt

18 Jul

Küfa-ausfallDas Veganladen-Kollektiv – unsere Küfa-Koch-Gäste jeden 3.Di im Monat – braucht ne (Sommer-)Pause. Bis auf Widerruf findet deshalb keine Küfa am 3.DI statt – sorry…

Aber der erste Dienstag im Monat ist ja nah – da kochen wir und lassen uns wie immer was einfallen! Wenn ihr Vorschläge habt, könnt ihr uns die auch immer gern schreiben (per mail, facebook,twitter).

Film- und Diskussionsabend: Der Umsetzer (1976)

9 Jul

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Do, 14.7 – 20 Uhr

Der Umsetzer, Westberlin 1976, 75 Min.

Der Film von Benno Trautmann und Brigitte Toni Lerch zeigt am Beispiel einer wahren Begebenheit die Folgen der Entwurzelung der Menschen bis zu ihrem Tod. Der Film handelt von dem so benannten Umsetzer von Mieter/innen aus Häusern der Wohnungsbaugesellscha ften, die abgerissen werden sollten. Die Menschen aus Kreuzberg und Wedding, wo der Film auch spielt, sollten damit ins Märkische Viertel umgesetzt werden.

Anschließend findet eine Diskussion mit u.a. Andrej Holm statt.

Wir werden Bezüge zu aktuellen wenig sichtbaren Verdrängungsmechanismen ziehen, z.B. Eigenbedarfskündigungen, und mit Betroffenen über mögliche Aktionsräume diskutieren.

Kommt vorbei!

Bild beschreibung

Küfa: 5.7.

4 Jul

IMG_5494Küfa – Dienstag: 5.07.2016
Einlass & veganes Essen: 20 Uhr

…wenn das Wetter mitspielt gern mit Lagerfeuer und Quatschen im Garten. Gerade zurück vom Festival, haben wir noch ein leckeren Tee für euch.

Keine Küfa am DI 21.06.

20 Jun

Küfa-ausfallLeider muss die Küfa des Veganladen-Kollektivs morgen (21.06.) wegen Krankheit abgesagt werden – wir haben aber gehört, es gibt Alternativen in der Stadt…

Pride (Film) + vegane Küfa am DI, 7.6.2016

5 Jun

Pride

Küfa – Dienstag: 7.06.2016
Einlass & veganes Essen: 20 Uhr

Wir zeigen den Film Pride ab ca. 21 Uhr:

Bei der Gay Pride Demo 1984 beschließt eine Schwulen- und Lesbengruppe aus London Spenden für die Familien streikender Bergleute zu sammeln. Der Film über die „Lesben und Schwule für die Bergarbeiter“ (Lesbians and Gays Support the Miners – LGSM) beruht auf einer wahren Begebenheit.

Jonathan (during 1984 as part of the LGSM) says it was “really difficult” watching the film for the first time. “It brings back all these memories of people who have died. It’s an amazing film. It’s got the essential truth.”

Interview mit Nicola Field, Mike Jackson and Jonathan Blake (damals LGSM)

DI 19. April – veg. kamerunische Küfa & Film

17 Apr

Die Filmauswahl für diese Küfa: „Mediterranea“ (OmU) von Jonas Carpignano:

01_INTWB_MEDITERRANEA-1Ayiva und sein bester Freund Abas wagen in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft die Flucht von Afrika aufs europäische Festland. Was sie nicht wissen: in Italien begegnen ihnen alltäglicher Fremdenhass, Ausbeutung und menschenunwürdige Wohnbedingungen. Bald kommt es zum blutigen Aufstand zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Das Filmdrama „Mediterranea“ könnte aktueller nicht sein und besticht vor allem durch seine nachdrückliche Unmittelbarkeit und den hohen, faszinierenden Realismus. Der Einsatz glaubhaft agierender Laiendarsteller – selbst alle Geflüchtete oder Migranten – und der Einsatz von Handkamera sind
dafür hauptverantwortlich – zum Trailer gehts hier lang.

Dazu gibt es leckeres kamerunisches Essen, und zwar „riz à l’arachide“.

Küfa – Dienstag: 19.04.2016
Einlass & Essen: 20 Uhr
Filmbeginn: ca. 21 Uhr