„Oma & Bella“ ist das dokumentarische Porträt von zwei in Berlin wohnenden, jüdischen Holocaust-Überlebenden, ihrer Freundschaft und ihrer Liebe zu jüdischem Essen. Filmemacherin Alexa Karolinski, die Enkelin von Oma, folgt den beiden Frauen durch ihren Berliner Alltag und erlaubt Einblick in den intimen Raum ihrer Charlottenburger Wohnung.
„Oma & Bella“ is an intimate glimpse into the world of Regina Karolinski (Oma) and Bella Katz, two friends who live together in Berlin. Having survived the Holocaust and then stayed in Germany after the war, it is the food they cook together that they remember their childhoods, maintain a bond to each other and answer questions of heritage, memory and identity. As the film follows them through their daily lives, a portrait emerges of two women with a light sense of humor, vivid stories, and a deep fondness for good food.
Die Vorbereitungen für unsere Hausparty am Samstag laufen auf Hochtouren
und ihr könnt euch auf folgendes Programm freuen:
Ab 20:00 Uhr gibt es was zu Essen und auch die Cocktailbar ist geöffnet. Um 21:00 Uhr zeigen wir den Film „…och wennet bloß Schrott is.“ über das Stahlwerk in Henningsdorf bei Berlin. Die Belegschaft besetzte 1991 das Werk für zwei Wochen, um den Verkaufan die italienische Firma Riva zu verhindern. Riva will nur 700 der ehemals über 8.000 Arbeitsplätze erhalten. Ein Arbeiter des Stahlwerks wird im Anschluss über die aktuelle Situation berichten.
Der semi-dokumentarische Kurzfilm ist eine Auseinandersetzung von Asylbewerber_innen, Filmemacher_innen sowieOuryJallohs engsten Freund_innen mit „alltäglichen“ Repressionen gegenüber Flüchtlingen. Der Film knüpft an ein wahres Ereignis an: Oury Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Dessauer Polizeizelle – auf einer feuerfesten Matratze!
Am Dienstag laden wir euch ab 20 Uhr zur veganen Vokü und zum Spieleabend ein. Wir stellen unsere Spielekiste bereit. Bringt aber gerne auch eure Lieblingsspiele mit!
Ab 20 Uhr gibt es bei uns mal wieder lecker vegane Vokü und ab 21 Uhr zeigen wir den Film:
The Graffiti Artist (James Bolton 2004) OmU
Nick sprayt seinen Künstlernamen Rapture an die Wände, klaut, kifft und skatet durch die Straßen von Seattle. Als ihm der gleichgesinnte Jesse über den Weg rollt, entsteht eine Beziehung, von der sich Nick nach einer gemeinsamen Nacht mehr verspricht als sein reservierter Kumpel. James Bolton inszenierte ein glaubwürdiges Außenseiter-Porträt über Freundschaft, Liebe und Kunst.
Nick is a nomadic graffiti artist who has made his way to Portland, where he wanders through the city’s industrial wastelands tagging abandoned buildings. As he drifts through the city, he meets Jesse, another street artist, and the two strike up a sort of friendship. When Nick attempts to seduce Jesse, Jesse is at first receptive, but the incident puts a rift into their relationship.
Am 23. August 2013 berichteten die Pankower Mieter_innen in der Groni50 über ihre Erfahrungen und diskutierten mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm über die Rolle der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften.
Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften sollen Wohnungen im öffentlichen Interesse vermieten. Doch unkonkrete Verpflichtungen zu sozialem Engagement werden betriebswirtschaftlichen Zielen untergeordnet. Das ändert auch nicht das vom Berliner Senat 2012 beschlossene „Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten“. Das stellt den Weichzeichner nur noch besser ein. Verdrängung verhindert das nicht. Da können sich Mieter_innen nur selbst helfen und sich zusammen organisieren.
„Da geht es um Gewinn, nicht darum, Menschen mit Wohnungen zu versorgen“
„Das Drama der Mietsteigerungen ist, dass sie ein flächendeckendes Problem sind“, sagte Andrej, „Einzelne Mieter_innen können da keine individuellen Lösungen finden.“ Als eine Lösung für die Verdrängung von finanziell schlecht gestellten Menschen sollen die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Wohnungen im öffentlichen Interesse vermieten. Soziale Standards sollen Verdrängung vermeiden. Das Problem dabei ist, dass die Berliner Landesregierungen – gleich welcher Couleur – die Wohnungsbaugesellschaften immer als Unternehmen, die schwarze Zahlen schreiben müssen, behandelt haben. In den Zielvereinbarungen der Wohnungsbaugesellschaften sind die wirtschaftlichen Ziele sehr detailliert aufgeführt. Die sozialen Standards hingegen erscheinen lediglich als schmückendes Beiwerk ohne konkrete Ausführung. Diese Weichzeichnung verschleiert das gewinnorientierte – sprich: kapitalistische – Vorgehen, dass auch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften an den Tag legen. „Sie warten auf Marktchancen und sanieren dann, um hohe Neumieten zu erzielen“, sagte Andrej.
Ein Beispiel dafür sind eben jene betroffenen Mieter_innen in Pankow. Jahre lang ließ die Instandhaltung der Häuser durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU viel zu wünschen übrig, berichtete Lion, einer der Mieter_innen aus Pankow. „Wir wollen es Ihnen schön machen“, schrieb eines Tages dann die GESOBAU ihren Mieter_innen in Pankow. Was dieser Satz bedeutete, wurde den Pankower_innen erst allmählich klar: Ihnen stand eine Modernisierung bevor, die eine Steigerung ihrer Mieten zwischen 29 bis gar 56 Prozent über dem Mietspiegelmittelwert nach sich ziehen würde. „Diese Erhöhung ist für viele in unserem Haus einfach untragbar“, sagte Olaf, eine anderer Betroffener aus Pankow.
Zusammenschließen und Druck aufbauen
Sich gegen Verdrängung zu wehren, ist nicht leicht. Schließlich betrifft es ja die eigene Wohnung, ein Ort, in dem man sich auch gern zurückziehen möchte. Hinzu kommt, dass das Wort „Gentrifizierung“ mittlerweile in aller Munde ist. „Die politische Klasse überholt die Mieter_innen, da viele sagen, sie haben das Problem ja erkannt“, sagte Andrej. Selbst die GESOBAU wirbt neuerdings mit dem Slogan „Wir haben etwas gegen Gentrifizierung.“ Sich zusammen zu schließen und Druck auf Politik und Eigentümer_innen auszuüben, ist oft die einzige Möglichkeit für Mieter_innen. So geschehen bei den Pankower_innen. Sie bilden nun das „Bündnis Pankower Mieterprotest“, in dem viele Häuser, mit gleichen Problemen sich zusammengeschlossen haben. Doch die GESOBAU gab in Verhandlungen stets nur Andeutungen und nichts Schriftliches von sich. „Es sind zähe Verhandlungen“, sagte Lion. Erst mit Einschaltung von Politiker_innen bewegte sich die GESOBAU. Das Mieter_innenprotestbündnis fordert eine Kappung der Nettokaltmiete unterhalb des Mittelwerts des Mietspielgels, eine eigentümerunabhängige Mieter_innenberatung, eine Mietgarantie nach der Modernisierung und sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen, die den Mieter_innen auch tatsächlich Einsparungen bei ihren Nebenkosten bringen. Mehr und mehr muss die GESOBAU diesen Forderungen nachgeben und sich an die Verpflichtungen halten, die sie 2012 im sozialen Mietenbündnis mit dem Senat erklärte. Die Forderungen der Pankower_innen ließen sich auch auf andere Viertel erweitern.
In Pankow kämpfen die Mieter_innen weiter und konnten so den Druck auf die GESOBAU erhöhen. Solange aber Wohnraum durch Markt und Profit anstatt nach den Bedürfnissen der Menschen organisiert wird, bleibt das Problem bestehen. Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften sind da nur Weichzeichner in der kapitalistischen Stadt. Die Verpflichtung zu sozialen Standards darf nicht unter betriebswirtschaftlichen Zielen verschwinden, sondern muss konkretisiert werden und braucht eine Nachweispflicht, die nicht durch Durchschnittszahlen beschönigt werden kann.
Und wer es verpasst hat, kann die Veranstaltung hier noch einmal mithören:
Es gibt auch weiterhin nichtkommerzielle Kartoffeln aus der Uckermark. Kommt vorbei, um schon einmal die ersten Frühkartoffeln zu kosten und Euch für deren Ernte im September begeistern zu lassen. Mit Dias, Dips und Gespräch.