in*fusion 2015

3 Jul

IMG_5410Schön war’s mit allen Teetrinker*innen, dort oben in der Müritz. Wir hoffen, wir konnten einige Festival-Krankheiten und Party-Wehwehchen kurieren und haben Euch ein schönes Festival verschafft.

Bis nächstes Jahr!

 

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KüfA des Veganladen-Kollektivs* (Di, 16.06.)

15 Jun

Wer die 3.Dienstage der letzten Monate bei uns war, hat es bereits (kulinarisch) kennengelernt:
DAS VEGANLADEN-KOLLEKTIV.

Seit einigen Monaten nutzen sie unsere zweite KüfA im Monat, kochen&backen für euch und suchen nach spannenden&politischen Filmen zum Nachtisch. Sie wollen 2015 einen kollektiv betriebenen, nicht-gewinnorientierten Veganladen mit integriertem Café im Wedding eröffnen. Ihr Ziel ist es, vegane und faire Lebensmittel für alle erhältlich zu machen. Wenn ihr sie unterstützen wollt und Lust auf eine vegane Küfa im Wedding habt, kommt vorbei. Das Essen ist so gut es geht bio, regional und fair (auch in diesem Monat gibt es ein glutenfreies Hauptgericht).
Was noch? Da sie neue Mitstreiter_innen suchen, wollen sie dieses mal keinen Film zeigen, sondern die Zeit nutzen, sich mit Interessierten zusammenzusetzen und auszutauschen. Wenn ihr Lust habt das Veganladen-Kollektiv kennenzulernen bzw. Wünsche, Anregungen oder Kritik einbringen wollt, kommt vorbei oder meldet euch gerne bei ihnen unter vlk-wedding@riseup.net.

Das alles wie gewohnt ab 20Uhr in der Groni50. Bis Dienstag.

KüfA mit dem „Versicherungsvertreter“ (Film)

1 Jun

Kapitalismus als äußerst unterhaltsame Realsatire.

Versicherungsvertreter_Still08Klaus Stern ist mit seinem Film „Versicherungsvertreter” seiner Ausnahmerolle unter Deutschlands Dokumentarfilmern erneut gerecht geworden: Auf zurückhaltend-unterhaltender Art und anhand weniger Protagonisten schafft er es komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären.

Essen und Lachmuskeltraining gegen Spende – all das ab 20Uhr in der Groni50.

Wir freuen uns auf euch!

Wohnungsbaugesellschaften lösen das Problem nicht

5 Mai

Hier findet Ihr unseren Redebeitrag, den wir auf der Demonstration “Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung” am 30. April 2015 gehalten haben.

Gesobau WerbungWir, die Bewohner*innen der Groni50, begrüßen diese kraftvolle Demo im Wedding! Wir freuen uns sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder so viele sind: Zusammen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Seit Jahren heißt es ja mit großen Tönen: Der Wedding sei im Kommen! Doch dieses trendy Werden des vermeintlich sozialen Brennpunkts hat, wie in allen anderen Bezirken Berlins, seine Kehrseite. Verdrändung, Mietsteigerungen und Zwangsräumungen finden auch im Wedding statt. Allein in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, rund um die Groninger Straße, beobachten und bekämpfen wir diese Prozesse. Dabei können wir als Hausprojekt Groni50 Raum für Selbstorganisation und Vernetzung sein. Und so unser Wohnen solidarisch gestalten, als auch unseren Nachbar*innen einen Ort des Austausches und der Unterstützung bieten.

Mietenbündnis nur schöner Schein

Schaut man sich die Lösungsversuche der Berliner Stadtpolitik an, können wir oft nur den Kopf schütteln. Neben dem Wohnungsneubau – bei dem sich über die zukünftige Höhe der Miete nur spekulieren lässt – werden die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften als Dämpfer der Mietpreise und Vorreiter bei energieeffizienter Sanierung gefeiert. Im „Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten“ haben sich die Berliner Gesellschaften GESOBAU, degewo, HOWOGE, GEWOBAG und die WBM für eine Erweiterung ihrer Wohnungsbestände und für eine Orientierung ihrer Mieten an einkommenschwächeren Haushalten verpflichtet. Klingt ja total super. Da brauchen wir uns ja keine Sorgen mehr zu machen.

Doch was die energieeffiziente Sanierung und Modernisierung angeht, davon können die Mieter*innen in Pankow ein Liedchen singen. Dort will die GESOBAU beispielsweise absurde Fassadendämmungen vornehmen und dann die Miete kräftig erhöhen.

Auch bei der Höhe der Mieten ist das Mietenbündnis nur schöner Schein. Denn trotz der Vereinbarungen sind die Wohnungsbaugesellschaften mit ihren Bestandsmieten nur knapp unter, mit ihren Neuvermietungen sogar über dem Berliner Durchschnitt. Allein im vergangenen Jahr haben die landeseigenen Gesellschaften über 80.000 Mieterhöhungen verschickt.

Freie bezahlbare Wohnungen im Wedding?

Nehmen wir doch mal die GESOBAU beim Wort. Sie wirbt ja schließlich mit dem Slogan, dass sie etwas gegen Gentrifizierung habe. Nämlich freie Wohnungen. So, alle kurz mal lachen. Naja, dann schauen wir doch mal nach. Im Wedding findet sich bei der GESOBAU lediglich eine 80m2-Wohnung für knapp 500 Euro Kaltmiete. Das macht einen Preis pro m2 von über 6 Euro. Mit allen Betriebskosten sind wir dann bei etwa 850 Euro. Der aktuelle Berliner Schnitt wäre 5,54 Euro pro m2. Preisdämpfend ist das ja mal gar nicht.

Das verwundert auch nicht: Schon immer waren die Wohnungsbaugesellschaften von den jeweiligen Landesregierungen als Unternehmen betrachtet worden. Und Unternehmen müssen schwarze Zahlen schreiben und Profit machen. Mietenbündnis hin oder her.

Wohnungsbaugesellschaften drehen sich mit dem politischen Wind

Zudem: Der politische Wind kann sich drehen. Das sehen wir an der Geschichte unseres Hauses in der Groninger Straße 50. Das gehört nämlich der GESOBAU seit 1971. Sie ließ es verfallen und wollte es abreißen, um Fördergelder für die Modernisierung der Vorderhäuser zu bekommen. Die damaligen Mieter*innen sollten raus. Die GESOBAU fuhr eine harte Entmietungspolitik.

Doch Selbstorganisation und Solidarität sind aber eine Waffe: Das Haus wurde 1980 besetzt. Nach einiger Zeit entschieden sich die Besetzer*innen sich dafür, doch mit der GESOBAU zu verhandeln. So entstand 1983 ein Mietvertrag und der Verein Groni50 übernahm das Haus in Selbstverwaltung. Doch dieser Mietvertrag läuft nächstes Jahr aus… Die GESOBAU gibt sich nun bestandssichernd und will uns das Haus, dass sie in den 70er Jahren noch abreißen wollte, nicht komplett überlassen. Die Miete will sie erhöhen und wiederum eine Befristung einführen. Schließlich müsse man ja wirtschaflich denken. Das ganze Gerede von Nachhaltigkeit und sozialem Engagement bedeutet rein gar nichts, sobald es um Profit geht.

Vermieter*innen den Stinkefinger zeigen

Und da sind wir bei dem Problem, dass auch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften nicht lösen werden, gar nicht lösen wollen: Solange Stadt und Wohnen als Ware funktionieren, wird es Verdrängung und Ausgrenzung geben. Die Wohnungsbaugesellschaften sind nur Weichzeichner in der kapitalistischen Stadt.

Doch dagegen können wir uns organisieren und vernetzten. Damit schaffen wir den Kapitalismus zwar nicht ab. Aber wir können Vermieter*innen den Stinkefinger zeigen. Wir können der Verdrängung ein Bein stellen. Und wir können solidarische Strukturen schaffen.

In diesem Sinne: Auf eine weiterhin kraftvolle Demo – gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

KüfA am Lagerfeuer (DI, 05.05.2015)

4 Mai

lagerfeuer-videoBesser als jedes youtube-Video : die Lagerfeuer im Groni50-Garten.

Zur KüfA (Küche für Alle) am Dienstag, 05.05.15 entzünden wir für euch das Feuer – sobald es dunkler wird. Schon ab 20 Uhr öffnen wir die Türen und es gibt veganes Essen. Wir freuen uns auf euch! Bis dahin – die Gronis.

Einlass und Essen (vegan): ab 20 Uhr
Feuerbeginn: ca. 21 Uhr

KÜFA in der Aktionswoche

29 Apr

Am Montag, den 27.4, haben wir in der Groni 50 im Rahmen der Aktionswoche von Hände Weg vom Wedding eine Küfa veranstaltet. Im Anschluss an das gemeinsame Essen konnten wir den Film Mietrebellen anschauen und diskutieren. In der anschließenden Diskussion, bei der uns Grischa von den Mietrebellen über die im Film gezeigten Kämpfe und Auseinandersetzung berichtete, ging es um die Möglichkeiten einer effektiven stadtpolitischen Organisierung und um die gesellschaftlichen Grundlagen der Verdrängung bzw. Aufwertung. Wir haben uns darüber ausgetauscht, welche Möglichkeiten der Basisorganisierung es im Wedding gibt, wie wir gemeinsam gegen steigende Mieten und Verdrängung vorgehen können und wie die Kämpfe auf lange Sicht auch über konkrete Ziele verstetigt werden können. Von den Mietrebellen konnten wir lernen, dass stadtpolitische Organisierung über ein subkulturelles linkes Milieu hinaus wichtig ist, um möglichst viele Betroffene zusammenzubringen. Gerade die solidarischen Praktiken, die eindrucksvoll im Film dokumentiert werden, machen Mut für die kommenden Auseinandersetzungen.   

Wir möchten uns herzlich bei den Mietrebellen für die Aufführung, die spannenden Hintergrundinformationen und die Diskussion bedanken. Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche, insbesondere im Hinblick auf die Frage der stadtpolitischen Organisierung. Gemeinsam können wir eine solidarische und soziale Stadt schaffen!

Aktionswoche im Wedding

20 Apr

Vom 24. bis zum 1. Mai geht es im Kiez um Selbstorganisation gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Das Bündnis “Hände weg vom Wedding” lädt zur Aktionswoche, an der sich viele aus dem Kiez beteiligen.
Am Montag, 27.04. zeigen wir in der Groni50 den Film “Mietrebellen”. Anschließend möchten wir mit euch diskutieren, kritisieren und den Film als Anlass für eigenes Weiterdenken nutzen. Dazu gibt es wie immer leckeres, veganes und erschwingliches Essen.
Hier das gesamte Programm der Aktionswoche:
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