27.2. – Zwangsräumung in der Aroser Allee

23 Feb

Pressemitteilung des Bündnisses Zwangsräumung verhindern, Berlin, den 22.02.2013

Am Mittwoch, den 27.02.2013 droht die Zwangsräumung der schwerbehinderten 67-jährigen Rosemarie F. aus Reinickendorf. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ versucht diese Räumung im Vorfeld zu verhindern. Am Tag der möglichen Räumung ist eine Kundgebung angemeldet.

Zur Abwendung der Räumung hat das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ von Politikern und öffentlichen Personen konkrete Unterstützung eingefordert. Zusammen mit Rosemarie F. haben Aktivist_innen den Sozialstadtrat von Reinickendorf und die Eigentümerin der Wohnung besucht.

Rosemarie F. ist durch Presseberichte auf das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ aufmerksam geworden und bat dieses um Hilfe. Sie bezieht Rente vom Amt für Grundsicherung. Sie wohnt zur Miete in einer Eigentumswohnung. Die Miete wird direkt vom Amt für Grundsicherung an die wechselnden Eigentümer_innen überwiesen. Durch Eigentümerwechsel, Krankheit und Krankenhausaufenthalte ist die Miete nicht rechtzeitig gezahlt worden. Dies führte zu Kündigung und zum Räumungstitel. Ein Eilantrag auf Räumungsschutz (Vollstreckungsschutz) ist beim Amtsgericht Wedding, Brunnenplatz 1 in 13357 Berlin eingereicht.

Rosemarie F. ist anerkannte politisch und konfessionell Verfolgte in der DDR und seit einem Wirbelsäulenbruch schwerbehindert. Ihr Arzt attestiert, dass„…der Streß einer Wohnungsräumung der Patientin absolut nicht zumutbar…“ ist. In Spanien kommt es wegen Zwangsräumungen in letzter Zeit vermehrt zu Selbstmorden.

Konkrete Unterstützung von Politikern und öffentlichen Personen eingefordert

Aufgrund dieser dramatischen Situation hat das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ von den Politikern des Abgeordnetenhauses und öffentlichen Personen (Dr. Jürgen Schneider, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung; Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband; Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki; Pfarrerin Susanne Kahl-Passoth, Vorstandsvorsitzende Direktorin Diakonische Werke Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland) konkrete Unterstützung eingefordert.

Besuch bei Sozialstadtrat und Eigentümerin

Am Donnerstag, den 21.02.2013, begleiteten ein Dutzend Aktivist_innen des Bündnisses „Zwangsräumung verhindern“ Rosemarie F. bei einem Besuch des Sozialstadtrats von Reinickendorf, Andreas Höhne (SPD). Dieser sagte eine Übernahme vergangener Mietschulden sowie der zukünftigen Miete zu. Dies wurde schriftlich durch den Fachbereich Allgemeine Soziale Dienste bestätigt. Der Sozialstadtrat hat dies der Eigentümerin der Wohnung telefonisch mitgeteilt.

Die schriftliche Zusage der Mietübernahme wollten Aktivist_innen umgehend der Eigentümerin überbringen. Diese war aber nicht zu einem Gespräch bereit. An ihrer Stelle nahm der Ehemann der Eigentümerin die schriftliche Zusage der Mietübernahme an. Eine Rücknahme der Kündigung lehnte er trotzdem kategorisch ab, da es einen langen Konflikt mit Rosemarie F. gäbe. Allerdings ist seine Frau erst seit 01.08.2012 Eigentümerin der Wohnung. Weiterhin beschuldigte er das Bezirksamt nicht rechtzeitig gehandelt zu haben und sagte über Rosemarie F. „solche Leute sollten im Dschungel wohnen“ oder sich „umbringen“.

Zwangsräumung am 27.02.2013? Wir sind da!

Aber Zwangsräumungen finden nicht mehr still und leise statt, sondern werden von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet. Wir finden, dass es nicht zu rechtfertigen ist eine schwerbehinderte 67-jährige Frau auf die Straße zu werfen. Die Menschen, welche Wohnungen besitzen, können mit den Mieterinnen und Mietern umspringen, wie sie wollen. Das Recht auf Profit steht in unserer Gesellschaft höher als das Recht auf Wohnen. Wir aber schauen nicht untätig zu, wie alte und schwache Menschen wegen dem Profitstreben von Wenigen auf die Straße gesetzt werden. Deshalb werden wir am Mittwoch, den 27. Februar früh ab 8 Uhr vor dem Haus in der Aroser Allee 92 in Berlin Reinickendorf mit der Forderung stehen: Lasst Rosemarie F. hier wohnen!

Bündnis Zwangsräumung verhindern

19.02. 20 Uhr: vegane Vokü & Film „Boys Don’t Cry”

19 Feb

Lecker veganes Essen ab 20 Uhr, Filmbeginn ca. 21 Uhr – wir freuen uns auf euch!

Kimberly Peirce 1999
Boys Don’t Cry ist ein US-amerikanisches Filmdrama um die reale Geschichte von Brandon Teena, einem jungen Frau-zu-Mann-Transsexuellen.
Boys_Don_t_Cry

Schön war’s!

18 Feb

Eine schöne Party hatten wir da. Wir möchten nochmal allen, die uns geholfen haben, eine großes „DANKE!“ sagen.

Und für die, die etwas liegen gelassen haben: Wir haben eine Menge Pullis und so gefunden. Es lohnt sich also, wenn ihr uns einfach nochmal schreibt oder vorbeikommt und schaut, ob euer verlorenen gegangener Lieblingspulli in unserer Fundkiste gelandet ist.

Hausparty am 16.2.2013 – die neusten Infos

2 Feb

Und hier die neusten Infos zu unserer Hausparty. Wir freuen uns drauf! Ab 22Uhr geht’s los. Änderungen vorbehalten…

1st Floor
22.00-23.00 The Great Flinn Sorrow and his Fucking Ukulele (Berlin/Barcelona)
23.00-00.00 shotthedeaddoves (Erfurt)
00.00-02.00 jeunesse rouillée (dîscô)
02.00-04.00 Marsmaedchen (rockqueerhiphopurbanbalkanbeatzalltimefavsriotgrrrrlpunkelectropop)
04.00-06.00 Myrkuz (Procrastinators United)
06.00-            Prinzess-o-mat (Pathospopfeuerwerk, Procrastinators United)

2nd Floor
22.00-23.00 moszi (balkan_beatz)
23.00-            Cable Street Beat (strictly antifascist)

Utrechter Küche (Essen)
00.00-01.00 Luk & Akkordeon feat. FaulenzA (autonomes Liedermaching)

Bandproberaum (Chillen)
bis er keine Lust mehr hat: Kassetten Kalle

Fernsehraum
Pingpong aufm Fernseher zocken

Werkstatt (Bier)

Segelbootküche (Drinks)

Soli für

Corasol – Contre le racisme – Show Solidarity ist eine Gruppe von Menschen mit und ohne Aufenthaltsstatus, mit und ohne Flucht-/ Migrationserfahrung, die durch strukturell-politische Arbeit und individuelle Unterstützung versuchen, gegen Rassismen in der Gesellschaft anzukämpfen. Konkret organisieren sie die Berliner Mobi für den Antira-Einkauf, die Friedel-Vokü, machen kleine öffentliche Aktionen, begleiten Menschen zu Behörden und versuchen, sich in den Kämpfen um den Aufenthaltsstaus zu unterstützen. Außerdem wurde der Gutscheinboykott 2011 der Gruppe u.r.i. in Henningsdorf durch Corasol unterstützt.

Calais Migrant Solidarity: Von der Nordfranzösischen Grenzstadt Calais aus versuchen viele Sans-papiers, Geflüchtete und Migrant_innen die Grenze nach England zu überqueren. Dabei bleiben sie oft monatelang in Calais hängen und sind extremer Repression und Rassismus ausgesetzt. Die Menschen leben auf der Straße, in leerstehenden Gebäuden und in selbstgebauten Camps. Calais Migrant Solidarity ist eine offene Gruppe von Aktivist_innen innerhalb des No Border-Netztwerkes, die die Sans-papiers in ihrem täglichen Kampf gegen Repression und Rassismus unterstützt. Es werden viele gemeinsame Aktionen, wie gegen Abschiebungen, das Grenzregime oder Räumungen unternommen und die Lage der Menschen dokumentiert. Selbstorganisiert entstehen viele Workshops, in denen sich Leute gegenseitig Sprachen beibringen oder rechtlich beraten.
Diesen Sommer soll ein permanentes, selbstorganisiertes „Interkulturelles Kulturzentrum“ entstehen, um Migrant_innen, Geflüchtete und Einheimische zusammen zu bringen und den Widerstand gegenüber Unterdrückung und Rassismus zu vergrößern. Es ist ein dringend benötigter Platz für Menschen, um sich zu treffen und auszutauschen, Kontakt zu Freunden und Familie zu halten und das Internet zu nutzen.

In Peru herrschte von 1880-2000 ein Bürgerkrieg, bei dem ca. 70.000
Menschen umgekommen sind. ANFASEP (Nationale Vereinigung der Familienangehörigen der Getöteten, Entführten und Verschwundenen), ist eine Opferorganisation, die aus hauptsächlich alten und indigenen Witwen besteht. Seit Anfang der 80er Jahre kämpfen die Frauen für die Aufklärung ihrer vermissten Familienangehörigen.

Eintritt: 1-3 Euro


And always remember
:
no sexists   no racists   no dogs…

Vorfreude

30 Jan

groni_party

…more infos coming soon.

05.02. vegane Vokü & Film: Eine Flexible Frau

30 Jan

Tatjana Turanskyj 2010
Greta M., 40, verliert ihren Job als Architektin. Auch im Callcenter wird sie gefeuert. Sie ringt mit ihrem Umfeld: Daplakat-eine-flexible-frau_final1 ist der kleine Sohn, der Bewerbungscoach, die verhinderte Architektur des neuen Berlins und nicht zuletzt ihre eigene Paranoia. So driftet sie zwischen Anpassung und Widerspruch durch ihr Leben. Realistisches bis eigenwilliges Gesellschafts- und Generationenporträt.

21 Jan

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Am 14.2 um 9 Uhr ist der dritte Versuch einer Räumung einer Familie in Berlin-Kreuzberg angesetzt. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ hat Blockaden angekündigt, welche die Räumung verhindern sollen.Beim ersten Versuch wurde die Gerichtsvollzieherin von 150 Menschen begrüßt, die die Tür mit Sitzblockaden versperrten. Die Gerichtsvollzieherin zog daraufhin ab. Zum zweiten Termin deutete sich eine starke Beteiligung an Blockaden an, Künstler*innen, Geschäfte und Gruppen bekundeten ihren Willen auch den zweiten Versuch der Räumung zu verhindern. Der Versuch wurde daraufhin kurzfristig wegen angeblicher „formaler Unstimmigkeiten“ abgesagt. Beim dritten Versuch wird eine Blockade mit möglichst vielen Menschen angestrebt um damit eine dritte Verhinderung zu ermöglichen. Ausführliche Infos und Mobimaterial unter:http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

15.01. 20 Uhr Vegane Vokü & Film: Drowning By Numbers

8 Jan

Ab 20 Uhr gibts bei uns lecker veganes Essen und danach ab 21 Uhr den Film Drowning By Numbers (Peter 41wevlh7BdL._SL500_AA300_Greenaway, GB 1988):
Drei Frauen beschließen ihre Männer zu ertränken. Phantastisch fotografiertes, makaber-surreal-intellektuelles Spiel.

18.12. 20 Uhr Vegane Vokü & Film: Trouble – Kreuzberg nach dem Mauerfall

12 Dez

Nach dem Essen zeigen wir den Film „Trouble – Kreuzberg nach dem Mauerfall“ (Penelope Buittenhuis 1993) :21629
Berlin, nach der Wiedervereinigung: Die kanadische Musikerin Jonnie singt in einer Kreuzberger Szeneband, ihr Freund gehört zur politisch aktiven Hausbesetzerszene. Porträt der Stadt Anfang der 90er Jahre und der Veränderungen nach dem Mauerfall.

Groni50 unterstützt Blockade gegen Zwangsräumung

29 Nov

Am 22. Oktober wurde die Zwangsräumung einer Familie in Kreuzberg mit Sitzblockaden verhindert. Nun droht ein zweiter Termin. Deswegen sammelt das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ Gruppen, Geschäfte und Einzelpersonen, welche eine Solidaritätserklärung unterzeichnen und sich zu einer Blockade bereit erklären.

Die Groni50 hat diese Solidaritätserklärung unterschrieben und wird die Blockade nach Kräften unterstützen. Alle, die das lesen, bitte unterschreibt auch ihr die Erklärung und unterstützt die Familie.

Hier noch ein Video vom ersten, misslungenen Räumungsversuch: