Hausdurchsuchung in der K9

12 Okt

Am Dienstag, den 09. Oktober 2012 wurden in der Kinzigstraße 9 das Café Liberación sowie die Veranstaltungsräume Größenwahn und Leichtsinn von der 12. Einsatzhundertschaft und Vertreter_innen des Landeskriminalamts durchsucht. Gegen 7.20 Uhr wurde zunächst die Eingangstür des Wohnhauses aufgebrochen. Auf wiederholte Nachfrage wurde mitgeteilt, dass das Ziel der Durchsuchung das Liberación im Vorderhaus und die Veranstaltungsetagen im Hinterhaus seien. Allerdings weigerten sich die Polizist_innen, den Durchsuchungsbeschluss zu zeigen. Dass die Polizei dennoch in den Wohnbereich eindrang, wurde damit begründet, dass die „schöne Kneipentür“ nicht beschädigt werden sollte. Anschließend wurde diese dennoch aufgebrochen und dabei komplett zerstört.

Über das Liberación verschaffte sich die Polizei Zutritt zu den beiden Veranstaltungsetagen. Besagte Räume wurden durchsucht, ohne, dass Zeug_innen zugelassen wurden. Sämtliche Räumlichkeiten wurden detailliert abgefilmt, ebenso wie Teile des Wohnhauses.

Während der ganzen Aktion war die Kinzigstraße von einem großen Polizeiaufgebot gesperrt, Passant_innen konnten nur einzeln und in Begleitung von Polizist_innen die Straße betreten.

Nach ca. zweieinhalb Stunden war der Spuk vorüber.
Als Begründung für den Durchsuchungsbeschluss wurde schlussendlich ein Fall schwerer Körperverletzung genannt, der sich im Januar diesen Jahres außerhalb der K9 zugetragen haben soll.

Wir halten dies für einen Vorwand, unter dem linke Strukturen eingeschüchtert und ausgekundschaftet werden sollen. Die Zeitspanne von neun Monaten zwischen der angeblichen Körperverletzung und der Durchsuchung, das willkürliche Eindringen in das vom Durchsuchungsbeschluss nicht betroffene Wohnhaus und das penible Abfilmen der Räumlichkeiten können wohl kaum dazu beitragen, eine mutmaßliche Körperverletzung aufzuklären.
Vielmehr ging es wohl darum, einen wichtigen Ort der linken Infrastruktur anzugreifen und einzuschüchtern. Schließlich nutzen verschiedene linke politische Initiativen die K9 für Treffen, Informationsveranstaltungen und Soliparties.
Und das wird auch so bleiben. Basta!

Bewohner_innen der K9
(Pressemitteilung zur Hausdurchsuchung in der Kinzigstraße 9)

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